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USA Durchzogenes Bild der US-Aussenpolitik

Die Aussenpolitik der USA findet bei der Schweizer Bevölkerung markant weniger Zustimmung als in anderen europäischen Staaten. ETH-Experte Haltiner hat bei der Präsentation einer Gallup- Umfrage von einem «durchzogenen Bild» gesprochen und Gründe genannt.

Dieser Inhalt wurde am 21. September 2001 - 16:52 publiziert

47% der rund 650 Schweizer Befragten finden, dass die US-Aussenpolitik keinen Einfluss auf die Schweiz habe. 22% erkennen einen positiven Einfluss, 31% einen negativen Einfluss.

Mit dieser kritisch-indifferenten Haltung befindet sich die Schweiz in Europa bezüglich der Amerikafreundlichkeit im unteren Drittel der europäischen Rangliste.

Eher einen negativen Einfluss attestieren der US-Aussenpolitik ausser den Schweizern auch die Österreicher, die Finnen, die Spanier, die Griechen und die Franzosen. Ausser in Griechenland antwortete aber in all diesen Ländern die Mehrheit indifferent.

In den übrigen acht befragten Ländern hat die Bevölkerung dagegen ein eher positives Bild. So beurteilten Briten und Italiener die US-Politik mit mit je rund 45% Prozent positiv, und auch die Deutschen (38% positiv, 34% negativ) reihen sich noch in diese Gruppe ein.

«Antihegemonialer Refelex»

ETH-Sicherheitsexperte Kurt W. Haltiner sprach an der Medienkonferenz von Gallup und Isopublic vom Freitag von einem «durchzogenen» Amerikabild der Schweizer und ortete drei Gründe für dieses Resultat.

Wie bei ähnlichen Studien sei auch hier ein «antihegemonialer Reflex» der Schweizer festzustellen. Zudem habe wie in anderen Staaten das knallharte Vorgehen der USA bei der Verfolgung eigener Interessen zu einer Trübung des USA-Bildes geführt; als Beispiel nannte Haltiner die US-Haltung zum Klimaabkommen von Kyoto.

Ausgewirkt habe sich schliesslich auch die Kritik aus Amerika an der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg.

swissinfo und Agenturen

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