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DETROIT (awp international) - Die Autoverkäufe in den USA laufen wie geschmiert. Die Hersteller sind im Februar satte 27 Prozent mehr Autos als im Vorjahresmonat losgeworden, wie der Marktforscher Autodata am Dienstag (Ortszeit) ausrechnete. Das ist der stärkste Zuwachs seit September vergangenen Jahres. Insgesamt verliessen 993 400 Neuwagen die Höfe der Händler. Die schwere Krisenzeit scheint vergessen. Vor allem die Privatkunden hätten zugeschlagen, berichteten die beiden Platzhirsche General Motors und Ford .
Die Kauflust hielt an, obwohl die Spritpreise seit den Umbrüchen im Nahen Osten steigen und steigen. Selbst die durstigen Pick-up-Trucks und Geländewagen verkaufen sich immer noch blendend. Sie machen mehr als die Hälfte der Gesamtverkäufe aus. Allerdings haben die Hersteller in den vergangenen zwei Jahren die Dickschiffe auf Diät gesetzt und durch leichtere Konstruktionen den Spritverbrauch gesenkt. Nur vereinzelt greifen die Amerikaner zu Kompakt- oder sogar Kleinwagen.
GM konnte den Absatz weit überdurchschnittlich um 46 Prozent auf 207.000 Wagen hochschrauben. Das gelang dem Unternehmen nach Einschätzung der Experten des Autoportals Edmunds.com aber nur durch hohe Abschläge beim Preis. Demnach schraubte GM die Rabatte von im Schnitt 3519 auf 3849 Dollar pro Auto hoch. Der US-Verkaufschef des Herstellers, Don Johnson, sprach etwas blumiger von gezieltem Marketing.
Weltmarktführer Toyota stockte seine Kaufanreize von 1904 auf 2041 Dollar auf - und erzielte damit einen Zuwachs von 42 Prozent auf 141 800 Wagen. Den Japanern kam bei ihrem Comeback zugute, dass kürzlich die US-Verkehrssicherheitsbehörde herausgefunden hatte, dass die Unfallserie der Jahre 2009 und 2010 vor allem auf Fahrfehler und weniger auf technische Defekte zurückzufahren war. Vor einem Jahr waren die Verkäufe kräftig eingebrochen, nachdem Toyota eine Rückruforgie gestartet hatte.
Die deutschen Hersteller gewähren traditionell vergleichsweise niedrige Rabatte, am wenigsten Porsche mit schlappen 632 Dollar für seine teuren Sport- und Geländewagen. Dennoch stiegen die Verkäufe der Stuttgarter um 32 Prozent auf mehr als 2000 Wagen. Auch Audi ist eher zurückhaltend und konnte seinen Siegeszug in den USA dennoch fortsetzen mit einem Verkaufsplus von 25 Prozent auf 7800 Wagen.
Die Schwestermarke VW kam immerhin auf einen Zuwachs von 19 Prozent auf 21.500 Wagen. Die Wolfsburger wollen gegen Ende des Jahres nochmal richtig aufdrehen, wenn der speziell für die USA entwickelte Passat zum Kampfpreis von 20.000 Dollar (15.000 Euro) auf den Markt kommt.
Die beiden deutschen Premiummarken Mercedes und BMW mussten sich mit vergleichsweise bescheidenen Verkaufszuwächsen zwischen 4 und 9 Prozent begnügen. Mit jeweils rund 16.000 verkauften Wagen liegen sie aber weiterhin deutlich vor dem Rivalen Audi. Allerdings wird ihnen die GM-Edelmarke Cadillac immer gefährlicher, die nach einem Sprung von 70 Prozent bei den Verkäufen stolze 15.800 Wagen loswurde.
Fords Edelmarke Lincoln befindet sich dagegen auf dem absteigenden Ast mit zuletzt noch 5900 verkauften Autos. Insgesamt stieg der Absatz bei Ford - die verkaufte schwedische Tochter Volvo ausgeklammert - um 14 Prozent auf 156.600 Autos. Neben Geländewagen und Pick-up-Trucks verkaufte sich auch die Mittelklasse-Limousine Fusion deutlich besser. Chrysler konnte in ähnlicher Grössenordnung auf 95.100 Wagen zulegen./das/DP/zb

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