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Uster (awp) - Der Messinstrumentenhersteller Uster Technologies hat im Geschäftsjahr 2009 die Konjunkturkrise deutlich zu spüren bekommen und ein Drittel des Umsatzes eingebüsst. Das Unternehmen baute jeden zehnten Arbeitsplatz weltweit ab, führte Kurzarbeit ein und startete ein Kostensenkungsprogramm. Nach einem ersten Halbjahr mit kräftigem Nachfragerückgang machte der Hersteller von Testinstrumenten für die Textilindustrie in der zweiten Jahreshälfte eine sich entspannende Lage aus. Die Analysten sprechen jedoch von wenig überzeugenden Zahlen und die Anleger lassen die Titel abstürzen.
Die Verkäufe reduzierten sich im vergangenen Geschäftsjahr um 34,9% auf 100,8 Mio CHF, teilte der Konzern am Montag mit. Nach dem deutlichen Nachfragerückgang bei Textilmaschinen und Qualitätssystemen im vierten Quartal 2008 entwickelten sich die Märkte im ersten Halbjahr 2009 weiterhin verhalten. Hinzu kam infolge der Finanzkrise die restriktive Kreditvergabepraxis gegenüber Uster-Kunden für die Finanzierung neuer Investitionen, wie es von Uster heisst.
WENDE IM ZWEITEN HALBJAHR
In der zweiten Jahreshälfte stabilisierte sich das Marktumfeld. "Im zweiten Halbjahr gab es eine signifikante Wende", kommentierte Konzernchef Geoffrey Scott. Gegen Ende des Jahres waren dann in allen Produktbereichen positive Marktentwicklungen zu beobachten, ergänzte er.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITA sank im Krisenjahr unter Berücksichtigung der Restrukturierungskosten um mehr als 40% auf 22,1 Mio CHF. Klammert man die Restrukturierungskosten aus lag der EBITA bei 22,7 Mio CHF und damit rund 35% unter Vorjahresniveau. Unter dem Strich wurden nur noch 1,1 (5,3) Mio CHF verdient. Die Aktionäre bekommen die schlechte Geschäftsentwicklung erneut zu spüren und müssen ebenso wie im Vorjahr auf eine Dividende verzichten.
Auch die Belegschaft litt unter der mageren Geschäftsentwicklung. Rund 10% der stellen wurden gestrichen, zudem wurde Kurzarbeit in Uster eingeführt sowie ein konzernweites Kostensenkungsprogramm lanciert.
EIGENKAPITALQUOTE STEIGT AUF ÜBER 50%
Das Eigenkapital erhöhte sich jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Hauptursache war die Kapitalerhöhung um 44,1 Mio CHF. Damit erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 50,3% (2008: 38,9%). Ein im vierten Quartal 2009 durchgeführter Impairment-Test bestätigte die Buchwerte des Goodwills und der dazugehörigen immateriellen Vermögenswerte.
Weiter zahlte die Gruppe Bankdarlehen in Höhe von 40,0 Mio CHF mit Fälligkeit im Jahr 2012 zurück und erfüllte im Geschäftsjahr 2009 alle Darlehensauflagen. Am Ende der Berichtsperiode standen freie, noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 20,0 Mio CHF zur Verfügung. Die Liquiditätslage verbesserte sich zum 31. Dezember vergangenen Jahrs um 7,6 Mio auf 15,1 (2008: 7,5) Mio CHF.
Für die Zukunft zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Insbesondere in Asien sieht der Konzernchef eine Verbesserung des Investitionsklimas, weshalb dieser Kontinent ein Wachstumsmotor für Uster sei. Der Konzernchef hebt dabei vor allem China hervor. China wolle bessere Qualität im mittleren Marktsegment von Textilien produzieren und davon profitiere Uster als Hersteller von Testinstrumenten für die Textilindustrie. Neben dem chinesischen Markt setzt Uster auch auf den indischen. Auch hier seien Anzeichen einer Verbesserung spürbar.
Die Aktien von Uster Technologies stehen massiv unter Verkaufsdruck. Analysten sprechen von wenig überzeugenden Zahlen, die unter den Konsensschätzungen lagen. Die Aktien verlieren bis kurz nach Mittag 14,3% auf 24,00 CHF und stehen damit auf dem Tagestief. Der Gesamtmarkt (SPI) steigt derweil um 0,6%.
ps/cf

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