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Uster (awp) - Der Messinstrumentenhersteller Uster Technologies hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 die Folgen der Wirtschafskrise abgeschüttelt. Der Umsatz legte deutlich zu und der Reingewinn schnellte kräftig nach oben, wobei die Gewinnentwicklung von einem Einmaleffekt positiv beeinflusst wurde. Die Aktionäre sollen vom guten Geschäftsverlauf profitieren und nach ausbleibenden Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 wieder eine Dividende erhalten.
Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete der seit 2007 an der Börse kotierte Hersteller von Testinstrumenten für die Qualitätskontrolle in der Textilindustrie einen Bruttoumsatz von 132,8 Mio CHF. Damit lagen die Verkäufe mehr als 30% über denen des von der Wirtschaftskrise belasteten Geschäftsjahrs 2009.
Das verbesserte wirtschaftliche Umfeld in allen wichtigen Märkten und die Erholung der Investitionen in Textilmaschinen in den asiatischen Märkten, angeführt von China, trugen wesentlich zum Wachstum bei, sagte Konzernchef Geoffrey Scott bei der Bilanzpräsentation am Montag. Auch die mittelasiatischen Märkte hätten sich von den Folgen der wirtschaftlichen Instabilität früherer Jahre erholt, darunter Indien, die Türkei, Bangladesch und Pakistan.
STARKER FRANKEN BELASTET KAUM
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITA erhöhte sich um mehr als 50% auf 34,6 Mio CHF. Die EBITA-Marge lag bei 26,0% (22,5%). Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 20,8 Mio CHF nach 1,1 Mio CHF im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis wurde allerdings von einem einmaligen Effekt im Zusammenhang mit der Lösung von Steuerfragen aus früheren Jahren verbessert.
Dank seiner starken Marktposition kann Uster die meisten Aufträge in Schweizer Franken verrechnen, so dass der Wechselkurseffekt bei weniger als einem Prozent des Bruttoumsatzes lag.
Die Nettoschulden wurden um über 30 Mio CHF auf 76,5 Mio CHF abgebaut. Die Nettoverbindlichkeiten im Verhältnis zu EBITDA betrugen damit nach Angaben des Finanzchefs Thomas Dressendörfer 2,1.
Das Unternehmen befinde sich wieder in gutem Zustand. Das Geschäft gewinne an Fahrt und kehre allmählich auf das Niveau zurück, das im Rekordjahr 2007 erreicht worden war, kommentierte CEO Geoffrey Scott den Geschäftsverlauf.
FESTHALTEN AN DIVIDENDENPOLITIK
Nach diesem Ergebnis schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Auszahlung einer Dividende von 1,20 CHF pro Aktie vor, dies entspricht 50% des Nettoergebnisses. An der Dividendenpolitik will das Unternehmen festhalten. "Weiterhin ist es das Ziel, 30% bis 50% des Nettoergebnisses an die Aktionäre auszuschütten", sagte CFO Dressendörfer.
Die Höhe der künftigen Ausschüttungsquote innerhalb der angegebenen Spanne hängt nach Darstellung des CFO auch von etwaigen Akquisitionen ab. "Wir haben keine aktive, sondern eine opportunistische Akquisitionsstrategie", so Dressendörfer. Das Unternehmen verfüge über "viel Cash" und wenn sich eine Übernahmegelegenheit ergebe, dann kaufe Uster zu.
Das Management geht von einem positiven Geschäftsverlauf im laufenden Jahr aus. "Wir sind sehr optimistisch und erwarten ein starkes Jahr 2011", sagte CEO Scott. Vor allem mit der hohen Nachfrage in China und Indien begründet der Konzernchef seine Zuversicht. Auch der anhaltende Trend zu Qualität und Automatisierung dürften nach Ansicht von Scott zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Im Geschäftsjahr 2011 wird der Bruttoumsatz nach Ansicht des CFO auf 165 Mio bis 175 Mio CHF ansteigen.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen im laufenden Jahr ansteigen. Gab Uster zuletzt noch 15 Mio CHF für F&E aus, so sollen es im Geschäftsjahr rund 18 Mio bis 19 Mio CHF sein, sagte der Finanzchef. 10% bis 15% des Bruttoumsatzes würden in F&E jährlich investiert.
Investoren sehen unterdessen das Engagement in Uster als gewinnbringend an und lassen die Titel am Mittag um 1,0% steigen. Der Gesamtmarkt legt derweil um ein halbes Prozent zu.
ps/ra

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