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Valartis 2009 mit deutlicher Gewinnsteigerung (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2010 - 15:20 publiziert

Zürich (awp) - Die Finanzboutique Valartis hat 2009 gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr verdient und blickt nach eigenen Angaben auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. "Wir sind mit dem Resultat sehr zufrieden", gab VR-Präsident Erwin Heri am Dienstag vor Medien und Analysten in Zürich zu Protokoll.
Unter dem Strich verdiente die Gruppe im vergangenen Jahr 62,8 Mio CHF nachdem im Vorjahr mit 3,3 Mio CHF noch eine schwarze Null resultierte. Wie im vergangenen Jahr profitierte Valartis aber auch 2009 von Sonderfaktoren, unter anderem von der Erhöhung der Beteiligung an der Eastern Property Holding (EPH). Alleine aus der EPH-Beteiligung resultierte ein Beitrag von rund 19 Mio CHF nach Steuern. Dazu trug neben einem Bewertungsgewinn auch ein Handelserfolg bei.
Deutlich angewachsen ist per Ende 2009 die Vermögensbasis. So stiegen die verwalteten Vermögen auf 6,38 Mrd CHF nach 4,32 Mrd CHF im Vorjahr. Den bedeutendsten Beitrag mit rund 1,5 Mrd CHF zum Zuwachs leistete dabei die Übernahme der Valartis Bank (Liechtenstein) AG im vergangenen Dezember. Zusätzlich verbuchte die Bank Neugelder in der Höhe von knapp 0,3 Mrd CHF. Mittelfristig peilt die Gruppe verwaltete Vermögen von rund 10 Mrd CHF an.
WEITERE ZUKÄUFE IM PRIVATE BANKING ANGEPEILT
Priorität hat für Valartis auch im laufenden Jahr das Wachstum im Private Banking. Dazu fasst die Gruppe auch weitere Übernahmen ins Auge, dies nachdem die Gruppe bereits 2008 eine Bank in Österreich und 2009 in Liechtenstein übernahm. Er sei überzeugt, dass es im gegenwärtigen Marktumfeld weitere attraktive Übernahmechancen gebe, begründete Heri den anhaltenden Übernahmeappetit von Valartis.
Dies sei auch der Grund für die unveränderte Dividende von 0,50 CHF pro Aktie. Die Bank wolle das Kapital für allfällige Übernahmen bewahren. An erster Stelle auf dem Wunschzettel stehe dabei eine Übernahme in der Schweiz, präzisierte CEO Gustav Stenbolt die Pläne.
Mit dem Ausbau des Privat Banking will die Gruppe ihre Ertragskraft stabiler gestalten und breiter abstützen sowie Synergie- und Wachstumsmöglichkeiten erschliessen, so die Bankführung.
DIVERSIFIZIERUNG DER ERTRAGSQUELLEN; HANDELSGESCHÄFT WIEDER MIT GEWINN
Erste Früchte der Ausbaustrategie konnte die Bank bereits im vergangenen Jahr ernten. Insbesondere gewinnt für Valartis mit dem Erwerb der Privatbanken in Wien und Liechtenstein das Zinsdifferenzgeschäft an Bedeutung. So stieg im vergangenen Jahr der Erfolg aus dem Zinsgeschäft auf 27,7 Mio CHF nach 3,1 Mio CHF im Vorjahr.
Im Handelsgeschäft profitierte der Finanzdienstleister in erster Linie von der guten Performance des Obligationenportfolios. Insgesamt verbuchte die Gruppe im Handelsgeschäft Erträge von 77,4 Mio CHF, nachdem 2008 noch ein Verlust von 56,4 Mio zu Buche schlug.
Demgegenüber entwickelten sich die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft rückläufig und beliefen sich auf 42,0 Mio CHF nach 48,6 Mio CHF.
Insgesamt summierte sich der Geschäftsertrag auf 162,7 Mio CHF nach 52,0 Mio CHF im Jahr 2008 und die Kosten schlugen mit 71,5 Mio CHF nach 58,2 Mio CHF zu Buche. Damit resultierte ein operatives Ergebnis von 91,2 Mio CHF, nach einem Verlust im Vorjahr von 6,2 Mio CHF. Die Cost/Income-Ratio wird mit 43,9% (111,9%) angegeben.
AKTIEN NOTIEREN MIT ABSCHLÄGEN
Die Papiere der Valartis-Gruppe notieren am Dienstag mit deutlichen Abschlägen. Dies obwohl die Bank mit ihrem ausgewiesenen Konzerngewinn die Erwartungen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) übertroffen hat. Bemängelt wird von den ZKB-Experten aber die Qualität des Ergebnisses. Vor diesem Hintergrund verliert Valartis bis gegen 14.00 Uhr rund 3,4% auf 38,00 CHF. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI verliert derweil rund 0,3%.
pf/cf

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