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Zürich (awp) - Die Regionalbankengruppe Valiant hat im ersten Halbjahr 2010 das schwierige Zinsumfeld zu spüren bekommen und einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Nach dem akquisitionsbedingt starken Wachstum des Vorjahres stieg das Geschäftsvolumen noch leicht an. Für das Gesamtjahr 2010 erwarten die Valiant-Verantwortlichen ein Resultat leicht unter dem Vorjahr.
Der Bruttogewinn verminderte sich in den ersten sechs Monaten um 8,4% auf 100,1 Mio CHF, wie das Institut am Freitag mitteilte. Deutlich tiefer als im Vorjahr fielen dagegen die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste aus, die noch 0,4 (3,0) Mio CHF ausmachten. Der Konzerngewinn sank unter dem Strich um 5,5% auf 70,0 (VJ 74,1) Mio CHF.
HOHE ABSICHERUNGSKOSTEN IM ZINSENGESCHÄFT
Im Zinsengeschäft musste die Bank aufgrund des Margendrucks einen Rückgang des Ergebnisses um 2,5% auf 166,5 (170,8) Mio CHF hinnehmen. Der Rückgang sei vor allem auf die höheren Absicherungskosten gegen Zinsänderungsrisiken zurückzuführen, sagte Finanzchef Rolf Beyeler am Freitag an der Halbjahreskonferenz. Dagegen konnte das Institut den Kommissions- und Dienstleistungserfolg um 5,2% auf 35,1 Mio CHF erhöhen. Im Handelsgeschäft fiel ein Erfolg von 7,1 (6,5) Mio CHF an.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 3,7% auf 110,6 (106,7) Mio CHF. Als Grund führten die Verantwortlichen die starke Expansion von 2009 an. Weitere Kosten fielen zudem durch die Informatikmigration per 2011/2012 an. Die Cost/Income-Ratio verschlechterte sich im ersten Semester auf 52,5 (49,4%). Mit der Realisierung der Synergien soll die Kennzahl 2011 aber wieder unter die Marke von 50% gebracht werden, wie Beyeler sagte.
NEUE FILIALEN GUT GESTARTET
Die Kundengelder erhöhten sich gegenüber dem Stand von Ende 2009 um 3,2 % auf 16,3 Mrd CHF. Insgesamt konnte Valiant im Semester Neugelder in Höhe von 773 Mio CHF anziehen. Die neu eröffneten Geschäftsstellen Basel und Biel seien gut gestartet, sagte der seit Mai amtierende CEO Michael Hobmeier.
Die Kundenausleihungen stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,7% auf 20,6 Mrd CHF. Die Kreditrisiken sind laut den Verantwortlichen unter Kontrolle: So entfielen 94% der Ausleihungen auf Hypotheken im 1. Rang. Zudem befänden sich 96% der Hypothekarforderungen im eigenen Geschäftsgebiet. Die Bilanzsumme des Instituts nahm um 4,4% auf 23,9 Mrd CHF zu.
RAUM ZÜRICH IM VISIER
Die Eröffnung neuer Geschäftsstellen sei vorerst nicht geplant, sagte Hobmeier. Ein weiteres Wachstum über Übernahmen oder Kooperationen mit Regionalbanken schloss er nicht aus. "Wir sind dabei, verschiedene Dossiers zu prüfen." Zuletzt hatte die Regionalbank in Neuenburg und in Yverdon-les-Bains zwei Geschäftsstellen der Banque de Dépôts et de Gestion (BDG) übernommen.
Im Visier der Valiant bleibt auch der Raum Zürich: Ein Dossier aus diesem Raum habe die Bank bereits verworfen worden, ein weiteres liege derzeit aber noch auf dem Tisch, so Hobmeier. Sicherlich werde Valiant aber "keine Filiale am Paradeplatz" eröffnen, versicherte der CEO. Keine Neuigkeiten gab es zur geplanten Kooperation mit der Postfinance, wo es wegen Informatikproblemen zu Verzögerungen gekommen war.
AKTIENKURS LEICHT IM MINUS
Das zweite Semester 2010 dürfte im Urteil der Valiant-Verantwortlichen bei einem unsicheren Wirtschaftsumfeld herausforderungsreich bleiben. Im Zinsdifferenzgeschäft rechne man mit einem leicht tieferen Ergebnis, dagegen dürften die Kommissions- und Dienstleistungserträge leicht höher ausfallen, sagte Hobmeier. Unter dem Strich dürfte das Resultat 2010 "leicht tiefer" sein.
Die Analysten der Bank Vontobel bezeichneten das Resultat als im Rahmen der Erwartungen. Sie wollen wegen des Drucks auf die Zinserträge ihre Schätzungen nach unten anpassen und das Kursziel von 205 CHF überprüfen. An der Börse notieren Valiant gegen 14 Uhr in einem deutlich stärker rückläufigen Markt um 0,6% tiefer auf 200,70 CHF.
tp/uh

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