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Zürich (awp) - Die Detailhandelsgruppe Valora hat im Geschäftsjahr 2009 von seinem Restrukturierungsprogramm profitieren können. Dank den Kostensenkungen konnte das Unternehmen den Konzerngewinn auf 54,9 Mio CHF steigern, nachdem im Jahr davor noch ein Gewinn nach Restrukturierungskosten von 39,4 Mio CHF resultiert hatte. Der Umsatz ging trotz der schwierigen Konjunkturlage und einem Einbruch im Pressegeschäft nur leicht zurück. Den Aktionären soll eine Dividende von 10 (VJ 9) CHF ausgeschüttet werden.
Valora habe seine Versprechen für 2009 erfüllt, verkündete Konzernchef Thomas Vollmöller am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. So seien die Kosten netto um 17 Mio CHF gesenkt worden, was klar über dem Ziel von 10 Mio CHF lag. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich auf 68,1 Mio CHF, nachdem im Vorjahr ein EBIT nach Restrukturierungskosten von 37,6 Mio CHF resultiert hatte. Die EBIT-Marge stieg auf 2,4% (VJ 1,3%).
ERFOLGREICHE BILLIGLINIE
In der grössten Division Valora Retail, welches das Kioskgeschäft und weitere Läden umfasst, konnte Valora den Umsatz um 1,4% steigern. Am stärksten fiel das Wachstum dank Akquisitionen in Deutschland aus. Aber auch im Foodbereich konnte die Valora wachsen. Treiber war dabei die über Erwarten erfolgreiche Lancierung der "ok"-Billigproduktelinie.
Das Pressegeschäft von Valora Media/Services zeigte dagegen im ersten Halbjahr einen regelrechten Einbruch, der allerdings im zweiten Halbjahr aufgefangen werden konnte. Im Gesamtjahr betrug der Rückgang aber noch immer 6,9%. Auch in der Division Valora Trade gingen die Umsätze zurück, was unter anderem auf den Wegfall des Verkaufs von Sammelkarten für die Euro 08 aber auch auf Wechselkurseffekte zurückzuführen war.
PLÄNE FÜR NEUE ANGEBOTE
Für das laufende Jahr sieht die Valora-Führung Potenzial für weitere Ergebnisverbesserungen. Alleine der Sammelkarten-Verkauf für die Fussball-WM dürfte einen EBIT-Beitrag von 5 Mio CHF bringen. Zudem soll die ok-Produktelinie weiter ausgebaut werden und das Angebot an den Kiosken auf Dienstleistungen erweitert werden. Hier denkt Valora unter anderem an den Verkauf von Versicherungen in Zusammenarbeit mit der Zurich-Gruppe und von Reisen für TUI - wobei erste Erfahrungen offenbar noch gemischt ausgefallen sind.
Gewinnsteigernd soll sich zudem die Differenzierung der Verkaufspreise etwa für ländliche und städtische Lagen auswirken: Negative Kundenreaktionen habe es darauf jedenfalls noch keine gegeben, sagte der Valora-Chef. Im Kioskgeschäft verspricht sich die Valora-Führung auch einiges von alternativen Betriebsmodellen, etwa mit auf Basis von Umsatzprovisionen arbeitenden Agenturen.
Bei den avec-Geschäften musste Vollmöller einräumen, dass das Ziel von 100 Standorten bisher noch verfehlt wurde: Er versprach die Erreichung aber für das Jahr 2010. Erfreut zeigte sich der Valora-Chef zudem über die P&B (Press and Books)-Geschäfte, die eine gute bis sehr gute Profitabilität aufwiesen.
KURSSPRUNG DER VALORA-AKTIE
Wie angekündigt sollen im laufenden Jahr durch den Umzug der Logistik von Muttenz nach Egerkingen 11 Mio CHF und 2011 noch einmal 2 Mio CHF eingespart werden. Für den EBIT bestätigte der Valora-CEO das Ziel von 85 bis 90 Mio CHF für 2010. Umsatzmässig werde ein Wachstum von 3 bis 5% angestrebt. Für das Jahr 2012 beträgt das EBIT-Ziel weiter 110 bis 120 Mio CHF. Eine neue mittel- und langfristige Strategie für den Konzern will das Management im Verlauf des Herbstes bekanntgeben.
Am Aktienmarkt wurde das Jahresergebnis äusserst positiv aufgenommen. Die Zahlen seien durchs Band besser als erwartet ausgefallen, kommentierte etwa die ZKB. Lobend wurde von den Analysten zudem die Dividendenerhöhung hervorgehoben. Der Valora-Titel war gegen 14.15 Uhr mit einem Anstieg von 8,1% auf 271,50 CHF einer der klaren Tagesgewinner.
tp/ra

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