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Zürich (awp) - Die Kiosk-Kette Valora hat den Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr 2010 trotz eines stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsatzes gesteigert. Den Aktionären winkt entsprechend eine höhere Dividende. Das aktuelle Umfeld stellt sich zwar schwierig dar, dennoch hält Valora an seinen Zielen fest.
"Der Turnaround ist fast komplett, wir sind zu 80% da, wo wir sein wollten", sagte CEO Thomas Vollmoeller am Freitag auf der begleitenden Pressekonferenz. Die Ziel-EBIT-Marge von 3-4% sei in Reichweite. Auch Verwaltungsrat Rolando Benedick zeigt sich zufrieden und ist zuversichtlich für die Ziele, die sich Valora gesteckt hat.
GEWINNSTEIGERUNG
Der Reingewinn stieg um knapp 16% auf 63,6 Mio CHF. Der Nettoerlös ging leicht um 0,6% auf 2'877,7 Mio CHF zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Generalversammlung werde eine erhöhte Dividende von 11,50 (VJ 10,0) CHF vorgeschlagen, ein Plus von 15%. Valora sieht sich solide finanziert.
Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um knapp 20% auf 81,3 Mio CHF gesteigert. Die EBIT-Marge stieg damit 2010 auf 2,8% gegenüber 2,4% im Jahr davor. Der Aussenumsatz inklusive des Erlöses der Franchisenehmer lag mit 2'947 Mio CHF fast auf Vorjahresniveau. Währungseffekte beeinflussten den Umsatz um 81,2 Mio CHF negativ, mit dem Verkauf von WM-Sammelbildern setzte Valora 39,5 Mio CHF um.
DIVISIONEN - VALORA 4 GROWTH
Die positive Entwicklung 2010 sei insbesondere durch die Sparten Retail und Services geprägt gewesen, heisst es weiter. Valora Trade habe in einem schwierigen Marktumfeld zusätzlich zu negativen Währungseinflüssen auch den Umsatzrückgang aufgrund des Auslaufs von Distributionsverträgen kompensieren müssen. Die Margen bewegten sich im Zielkorridor oder seien auf gutem Weg.
Ab dem Jahr 2011 will die Kiosk-Kette Valora insbesondere durch Zukäufe und neue Formate im Rahmen des Strategieprogramms "Valora 4 Growth" weiter wachsen. In Deutschland sollen 800 Kioske sowie 1-2 neue Travel Retail Formate hinzukommen. Damit verspricht sich Valora zusätzlichen Aussenumsatz von 150 bis 200 Mio CHF pro Jahr. Über organisches Wachstum sollen 60 Mio CHF pro Jahr hinzukommen. "Dies ist ein wichtiges, aber schwieriges Ziel", sagte der CEO.
Über neue Kategorien in bestehenden sowie durch den Kauf führender Distributoren in neuen Märkten sollen in der Sparte Trade ab 2011 rund 100 bis 150 Mio CHF pro Jahr mehr umgesetzt werden. Generell soll auch das Agentursystems ausgebaut werden. Bis 2015 sollen rund 300 Kioske so geführt werden, die dann ein zusätzliches Betriebsergebnis von etwa 6 Mio CHF erwirtschaften.
Mit dem Kauf des Handelsunternehmens "Salty Snacks" in Deutschland am 24. März sei ein attraktiver Nischenanbieter erworben worden. Der Umsatz liege bei etwa 12 Mio CHF, die EBIT-Marge sei überdurchschnittlich. Zudem geht Valora eine Partnerschaft mit Kuoni für Direktreisen ein.
AUSBLICK STEHT - AKTIE IM MINUS
Für 2011 erwartet Valora trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine weitere Verbesserung des Betriebsergebnisses. "Wir werden auf jeden Fall besser sein als letztes Jahr", so Vollmoeller. Der rückgängige Pressemarkt, der starke Schweizer Franken sowie das Fehlen von Sondereffekten, wie die Fussball-WM, belasten aber die Geschäftsentwicklung.
Das Ziel für 2012 steht - Valora will hier weiterhin einen EBIT von 110 bis 130 Mio CHF bei einem Aussenumsatz von 3,7 Mrd CHF erzielen. Das mittelfristige Ziel, mit der neuen Wachstumsstrategie "Valora 4 Growth" bis 2015 einen EBIT von 160 bis 180 Mio CHF zu erzielen, wurde bestätigt. Das Umsatzziel liegt mit angepeilten 4,8 Mrd CHF im früher angegebenen Bereich von 4,5 bis 5 Mrd CHF.
Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat die Abstimmung über ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 280'000 Aktien sowie über eine Ermächtigung über eine genehmigte Kapitalerhöhung von maximal 840'000 Aktien vor. Damit soll die Flexibilität für Zukäufe gewahrt bleiben, so der VRP.
Die Aktie honorierte das Gewinnplus nicht, der Markt sieht insbesondere die Risiken durch den starken Franken. Gegen Mittag fallen Valora-Titel um gut 4%.
dm/ra

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