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STOCKHOLM (awp international) - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall stellt sich neu auf und drückt dabei auf die Kostenbremse. "Nach eine Phase intensiven Wachstums, ist es nun Zeit zur Konsolidierung", sagte Unternehmenschef Øystein Løseth. Vattenfall will mit Hilfe eines Sparprogramms die laufenden Kosten um 6 Milliarden schwedische Kronen (648 Mio Euro) zurückzufahren. Einen Zeitraum nannte das Unternehmen jedoch nicht. Kosten einsparen will der Konkurrent von Eon und RWE unter anderem im Einkauf und in der Instandhaltung. Zudem sollen die Investitionen für die kommenden fünf Jahre auf 165 Milliarden Kronen begrenzt werden. Die laufende Planung sieht für den Zeitraum 2010 bis 2014 Investitionen in Höhe von 201 Milliarden Kronen vor.
Zukünftig will sich Vattenfall auf Aktivitäten im eigenen Land sowie in Deutschland und den Niederlanden konzentrieren. Bisher ist Vattenfall auch in Dänemark und Polen aktiv. Zudem planen die Schweden, die Organisationsstruktur komplett umzukrempeln. Ziele seien neben einer Ertragssteigerung auch ein schneller Schuldenabbau und eine Verbesserung der CO2-Bilanz.
Der Staatskonzern ist in Deutschland unter anderem wegen des umstrittenen Braunkohleabbaus in der Lausitz und dem Hamburger Kohlekraftwerks-Neubau Moorburg in den Schlagzeilen. Die Erträge sind in diesem Jahr nicht zuletzt wegen der anhaltenden Stillstände in den norddeutschen Vattenfall-Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel deutlich gesunken. Das Unternehmen steht unter Druck von Schwedens Regierung als einzigem Anteilseigner, auch im Ausland stärker in erneuerbare Energien statt in Kohle und andere fossile Brennstoffe zu investieren.
Vattenfall-Chef Øystein Løseth hat Berichten auch über einen Ausstieg aus den umstrittenen Kohlekraft-Aktivitäten in Deutschland widersprochen. Der geplante Neubau des Hamburger Kraftwerkes Moorburg soll wie geplant durchgeführt werden, sagte Løseth am Dienstag in Stockholm. Einen Rückzug aus dem umstrittenen ostdeutschen Braunkohleabbau in der Lausitz hatte Vattenfall schon letzte Woche ausgeschlossen. Der schwedische Energiekonzern will auch an seinen seit 2007 fast ständig stillstehenden Atomreaktoren Krümmel und Brunsbüttel festhalten.
Europaweit will das Unternehmen sich stärker auf erneuerbare Energien konzentrieren und seinen CO2-Ausstoss von derzeit 90 Millionen Tonnen auf 65 Millionen Tonnen bis 2020 vermindern/tbo/mne/wiz

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