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Verbrannte Werke

Annemarie Schwarzenbach, 1932.

(Marianne Breslauer)

Der lange Atem ihrer Familie hat auch den Nachlass von Annemarie Schwarzenbach überschattet.

Ein Teil ihres Werkes ging in Flammen auf: Familie Schwarzenbach verbrannte, was nicht sein durfte, nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war.

Vermutlich wollte die Familie Schwarzenbach mit dieser Aktion die Spur des schwarzen Schafs Annemarie tilgen.

Überlebt hat gleichwohl ein Rest. Gerettet von jenen zwei Freundinnen, die testamentarisch von Annemarie Schwarzenbach bedacht worden waren.

Kunstschatz in Bern

Sie übergaben alles dem Schweizerischen Literaturarchiv in Bern. In dieser Abteilung der Schweizerischen Landesbibliothek lagern seither Annemarie Schwarzenbachs Schätze.

Durch weitere Ankäufe wächst der Bestand fortlaufend. Und das Interesse am Werk und am Leben von Annemarie Schwarzenbach ist ungebrochen, dies belegen die vielen Anfragen, welche das Institut erhält.

Hollywood-Stoff

Wäre doch das kurze intensive Leben der Annemarie Schwarzenbach in Amerika längst ein Drehbuchstoff. Schön, begabt, drogenabhängig, unglücklich und jung sterbend, das sind Ingredienzien für einen Hollywood-Streifen.

Sie selbst hätte das nicht so gesehen, war doch ihr Leben geprägt von der Suche nach Authentizität, Identität, Gerechtigkeit. Neugierig und rastlos versuchte sie, die Zeit einzufangen, sich in Worten und Bildern auszudrücken.

Brigitta Javurek

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