Navigation

Vergabe der Fussball-WM 2006: Die Favoriten heissen Deutschland und Südafrika

Am Donnerstag wird über den Austragungsort der Fussball WM 2006 entschieden. swissinfo.ch

Am Donnerstag (06.07.) wird in Zürich die Weiche für die Fussball-WM 2006 gestellt. Die FIFA-Exekutive entscheidet, wer die WM in sechs Jahren austragen darf. Um 14.00 Uhr Schweizer Zeit wird der Entscheid bekannt gegeben.

Dieser Inhalt wurde am 05. Juli 2000 - 20:09 publiziert

Zweikampf zwischen Deutschland und Südafrika

Wer wird der Gewinner sein? Gewiss ist nichts, aber die Spekulationen blühen. Nach dem Rückzug von Brasilien am Montag (03.07.) deutet alles auf einen Zweikampf zwischen Deutschland und Südafrika hin mit Vorteilen für Südafrika, allen Sicherheitsmängeln und Infrastrukur-Problemen zum Trotz. Marokko und England werden nur Aussenseiter-Chancen eingeräumt.

Die Briten haben nach den Hooligan-Ausschreitungen an der EM in Belgien und Holland viele Sympathien verloren. Die Allianz Afrika und Südamerika könnte mit Unterstützung von Ozeanien und abtrünnigen Europäern und Asiaten die Entscheidung herbeiführen.

Brasiliens Verbands-Präsident Ricardo Teixeira erklärte nach dem Verzicht, Südafrika zu unterstützen, damit die Afrikaner für das Jahr 2010 einer erneuten brasilianischen WM-Bewerbung positiv gegenüberstehen. Es besteht also die Möglichkeit, dass die deutsche Kandidatur "Opfer" des Deals zwischen Brasilien und Südafrika werden.

Blatter für Südafrika

Entscheiden werden die 24 Mitglieder des FIFA-Exekutiv-Komitees. Der Sieger braucht die absolute Mehrheit, also 13 Stimmen. Bei einem Unentschieden gibt die Stimme des FIFA-Präsidenten den Ausschlag. Sepp Blatter hat sich seit Beginn seiner Präsidentschaft 1998 immer wieder für Südafrika ausgesprochen.

Pro Wahlgang scheidet der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus, bis einer die absolute Mehrheit erringt. Europa stellt in der Exekutive acht Mitglieder plus Blatter, Afrika und Asien je vier, Nord-/Mittelamerika und Südamerika je drei, Ozeanien mit Charles J. Dempsey aus Neuseeland den mit 78 Jahren ältesten Vertreter.

Grosses Medieninteresse

Aufgrund des erwarteten Andrangs hat der Internationale Fussball-Verband (FIFA) im Zürcher Messegelände drei Hallen mit einer Gesamtfläche von über 12’000 Quadratmetern für die Pressekonferenz, die Mixed-Zone für Interviews sowie für den Arbeitsbereich der Journalisten reserviert.

Eine der drei Hallen wird als Standplatz für die Übertragungswagen der Fernsehanstalten dienen.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.