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Bülach (awp) - Der Glasverpackungshersteller Vetropack hat im Geschäftsjahr 2010 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn einen Rückgang hinnehmen müssen. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich zwar stabilisiert und alle Werke waren ausgelastet, der starke Schweizer Franken und Preisdruck dämpften jedoch die Geschäftsentwicklung. Die Ausschüttung an die Aktionäre wird dank einer Jubiläums-Sonderdividende dennoch erhöht. Für 2011 erwartet das Unternehmen wieder mehr Umsatz und Gewinn.
Der Umsatz ging um 4,3% auf 642,6 Mio CHF zurück. Währungsbereinigt ergab sich indes ein Plus von 1,8%. Der einsetzende Aufschwung habe sich positiv auf die Nachfrage ausgewirkt, hiess es. Mit 4,36 (3,97) Mrd Stück seien fast 10% mehr Glasverpackungen verkauft worden als im Vorjahr.
FRANKENSTÄRKE UND PREISDRUCK BELASTEN
Der EBIT reduzierte sich um 16,6% auf 84,2 Mio CHF und die EBIT-Marge auf 13,1 von 15,0%. Der Reingewinn brach gar um gut 50% auf 38,7 Mio CHF ein.
Auf die Ertragsentwicklung drückten der starke Franken und insbesondere die unter dem Vorjahresniveau liegenden Preise. Das kompetitive Umfeld habe sich als Folge der Wirtschaftskrise 2009 verschärft und die Preisgestaltung beeinflusst. Die unter Druck geratenen Margen konnten durch die gesunkenen Rohstoff- und Energiekosten sowie das strikte Kostenmanagement nicht aufgefangen werden.
Über 30 Mio CHF des tieferen Reingewinns seien auf die Wechselkurseffekte zurückzuführen, erklärte CEO Claude Cornaz vor den Medien. Der Rest erkläre sich mit der wegen des Preisdrucks geringeren Marge.
SONDERDIVIDENDE DANK JUBILÄUM
Wegen des 100. Geburtstages der Verrerie wird die Dividende trotz des geringeren Gewinns erhöht. Vetropack plant die Auszahlung einer Dividende von 30 CHF je Inhaber- und von 6 CHF je Namenaktie. Zusätzlich zur ordentlichen Dividende wird die Ausschüttung einer steuerfreien Dividende von 15 CHF je Inhaber- und von 3 CHF je Namenaktie beantragt. Die Gesamtdividende beläuft sich so auf 45 respektive 9 CHF, nachdem im Vorjahr noch 35 CHF je Inhaber- bzw. 7 CHF je Namenaktie ausbezahlt wurden.
Das im Januar 2009 gestartete Aktienrückkaufprogramm ist bis zur GV befristet. Dann soll auch über die Vernichtung der zurückgekauften Titel entschieden werden. Bis Ende 2010 hat Vetropack 13'097 Inhaberaktien zurückgekauft. Vorgesehen ist, dass maximal 17'601 Titel respektive 7,0% des ausgegebenen Aktienkapitals erstanden werden können.
POSITIVER AUSBLICK
Für 2011 erwartet Vetropack einen konsolidierten Umsatz "leicht höher als 2010. Das Gleiche gilt für die Ertragszahlen auf Stufe EBIT", sagte CEO Cornaz. Der Reingewinn sollte aber wieder deutlich höher ausfallen, vorausgesetzt die Wechselkurse blieben stabil.
Was sich 2010 bereits abgezeichnet habe - die Regionalisierung des Marktverhaltens - werde 2011 noch stärker werden. Cornaz erwartet "stabile, aber gesättigte Märkte im Westen. Für Zentraleuropa gehen wir davon aus, dass die Nachfrage in einzelnen Ländern steigen, in anderen aber weiter auf tiefem Niveau bleiben wird." Für Osteuropa und insbesondere die Ukraine wird die Rückkehr zum Status als Wachstumsmarkt prognostiziert.
Insgesamt werde die 2010 schrittweise erfolgte wirtschaftliche Stabilisierung im laufenden Geschäftsjahr im Verpackungsglasgeschäft nicht den erhofften Aufschwung bringen. Noch immer würden die Anzeichen auf ein Nachfragewachstum fehlen.
Priorität hat 2011 wiederum die Vollauslastung aller Kapazitäten. Gleichzeitig gelte es, die leicht verbesserte Marktsituation für die notwendigen Preisanpassungen zur Deckung der steigenden Energie- und Rohmaterialkosten zu nutzen und das Verhältnis zwischen Verkaufsvolumen und Wertschöpfung zu verbessern. Dafür sei auch eine positive Veränderung des Produkte-Mixes notwendig.
An der Börse freut man sich insbesondere über die Sonderdividende, die Aktie steht am frühen Nachmittag 2,3% höher bei 1'860 CHF.
ps/cf/cc

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