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(Ergänzt um weitere Details u.a. zu den einzelnen Hotels)
Interlaken (awp) - Die Luxushotel-Gruppe Victoria-Jungfrau Collection ist im vergangenen Geschäftsjahr 2010 knapp in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auch der Blick in die Zukunft ist aufgrund der Buchungszahlen vorsichtig optimistisch. Dennoch wird wie bereits im Vorjahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet.
Das Konzernergebnis belief sich auf 0,95 Mio CHF nach einem Verlust von 1,21 Mio im Vorjahr, wie die Hotel-Gruppe am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA fiel allerdings um 14% auf 8,15 Mio, der EBIT wird mit -0,02 Mio CHF nach +1,13 Mio im Vorjahr ausgewiesen.
Zum positiven Gewinn unterm Strich führte trotz eines negativen Finanzergebnisses ein ausserordentlicher Erfolg von 2,89 Mio CHF. Dieser ging auf Versicherungsleistungen aufgrund eines Brands im Grand Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken in Höhe von 5,44 Mio CHF zurück, die Abschreibungen betrugen 2,55 Mio CHF.
Der Bruttobetriebserfolg (GOI) lag mit 31,6 Mio CHF um gut 6% unter dem Vorjahreswert, der Umsatz fiel um knapp 4% auf 74,2 Mio CHF. Bei den Logiernächten wurde noch ein Minus von fast 3% auf 131'391 verzeichnet.
Mit Blick auf die einzelnen Hotels ging der Umsatz in Interlaken insbesondere durch den Brand im Spa-Bereich um knapp 4% auf 31,7 Mio CHF zurück. Das touristische Gruppengeschäft habe zwar deutlich angezogen, die Buchungen der Individualgäste hätten indes unter dem Vorjahr gelegen. Nur dank einer guten Versicherungslage sei ein grössere wirtschaftlicher Schaden durch den Brand abgewendet worden. Auch die Auslastung der Zimmer verminderte sich leicht und der durchschnittliche Zimmerpreis ging auf 404 von 420 CHF zurück. Eine der grössten Herausforderungen für 2011 sei der starke Franken.
In Luzern wurde der Umsatz hingegen um gut 7% auf 16,2 Mio CHF gesteigert. Allerdings konnte auch in Luzern der durchschnittliche Zimmerpreis des Vorjahres nicht gehalten werden. Wie schon im abgelaufenen Jahr dürften erneut Meetings, Konferenzen und Firmenanlässe den grössten Beitrag zur Belegung leisten. Für eine zusätzliche Belebung dürften die Lucerne Festivals über Ostern, im Sommer und im November sorgen.
Auch in Zürich wurde der Gesamtumsatz gesteigert - um knapp 5% auf 7,4 Mio CHF. Der Anteil der Individualgäste sei erneut sehr hoch gewesen, heisst es. Zusammen mit den individuell reisenden Geschäftsleuten waren sie zu rund 80% für die Zahl aller Zimmernächte verantwortlich. Für 2011 hat sich das Hotel zum Ziel gesetzt, den Beherbergungsumsatz über die Schwelle von 5 Mio CHF zu bringen.
Für Bern war das Jahr durch die Totalsanierung des Untergeschosses sowie weiterer Bauprojekte geprägt. Während vier Wochen musste das Hotel ganz geschlossen werden, während weiterer sieben Wochen war nur ein sehr eingeschränkter Betrieb möglich. Entsprechend ging der Jahresumsatz um gut 14% auf 18,4 Mio CHF zurück. Auf 2011 werde aber mit gesundem Optimismus geschaut.
In allen Hotels stellten die Schweizer Gäste weiterhin den grössten Anteil. Auffallend war die starke Zunahme von Reisenden aus China, Indien oder auch den Golfstaaten. Durch die Passionsspiele in Oberammergau wurde teilweise der Anteil der Gäste aus den USA deutlich erhöht. Einbussen gab es hingegen aus dem Euroraum.
Bezüglich der weiteren Entwicklung gibt sich das Unternehmen vorsichtig. Mit einem Aufschwung rechne man "frühestens" im Jahr 2012. Vorboten einer selektiven Belebung dürften jedoch vor allem im Segment der Individualgäste schon 2011 zu spüren sein - vorausgesetzt, die Weltwirtschaft bleibe vor Rückschlägen verschont, heisst es.
Bis die Buchungen für Mice (Meetings, incentives, conventions und events) wieder auf breiter Front anzögen, sei voraussichtlich noch einige Geduld gefragt. Das Potenzial der Märkte werde aber "aktiv verfolgt und gezielt ausgeschöpft". So habe die Gruppe vor kurzem eine Partnerschaft mit den Taj Hotels Resorts and Palaces, der führenden Hotelgruppe Indiens, vereinbart. Daraus seien neue Impulse auf internationaler Ebene zu erwarten. Insgesamt sei die Gruppe jedenfalls "gerüstet, um von einer Wiederbelebung der Nachfrage zeitnah zu profitieren".
dm

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