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METTLACH (awp international) - Der saarländische Keramikhersteller Villeroy & Boch klagt gegen die Bussgeld-Forderung der Europäischen Kommission wegen Kartellabsprachen in der Branche. Das Unternehmen habe Klage gegen die Forderung in Höhe von 71,5 Millionen Euro beim EU-Gericht in Luxemburg erhoben, teilte Villeroy & Boch am Freitag in Mettlach mit. Vorstandschef Frank Göring bezeichnete die Vorwürfe gegen sein Unternehmen als sachlich und rechtlich nicht gerechtfertigt: "Es hat kein marktübergreifendes Kartell für Armaturen, Duschabtrennungen und Sanitärkeramik gegeben. Weder wurden von Villeroy & Boch Absprachen getroffen noch Kunden und Verbraucher geschädigt."
Die EU-Wettbewerbshüter werfen dem Mettlacher Unternehmen vor, seine Preise zwischen 1994 und 2004 in Deutschland, Österreich, Belgien und Frankreich mit 16 anderen Anbietern abgesprochen und künstlich hochgehalten zu haben. Insgesamt verlangt die EU-Kommission 622 Millionen Euro Bussgeld von den Unternehmen. Nach ihrer Ansicht haben Verbraucher jahrelang zu viel Geld für Badewannen, Duschkabinen und Wasserhähne bezahlt.
Unter den Beschuldigten sind sechs deutsche Firmen, von denen Villeroy & Boch mit rund zehn Prozent seines Jahresumsatzes die höchste Strafe zahlen soll. Der Keramikproduzent wehrt sich dagegen, mit anderen Unternehmen - insbesondere Armaturenherstellern - in einen Topf geworfen zu werden. Die meisten anderen betroffenen Keramikfirmen hatten sich selbst angezeigt, was zu einer Minderung der Bussgeldforderung führte.
Villeroy & Boch sei den Vorwürfen bereits im Ermittlungsverfahren entgegengetreten, hiess es am Freitag. Seitens der Kommission habe "eine rechtswidrige übergreifende Gesamtbewertung von Verhaltensweisen auf unterschiedlichen sachlich und räumlich relevanten Märkten stattgefunden". Villeroy & Boch hat vorsichtshalber Rückstellungen in Höhe von 73 Millionen Euro gebildet, um die Strafe im Notfall bezahlen zu können, ohne in finanziellen Schwierigkeiten zu geraten./jf/DP/wiz

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