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Visionen in Nyon

In Nyon ist auch der Oscar-nominierte War Photographer von Christian Frei zu sehen.

(Keystone)

Am Montag wird in Nyon das Dokumentarfilm-Festival "Visions du réel" eröffnet. Drei Schweizer Beiträge sind im Wettbewerb zu sehen.

Eröffnet wird das Festival mit dem dänischen Film "Family" von Sami Saif und Phie Ambo. Während einer Woche sind insgesamt 113 Dokumentarfilme aus 21 Ländern zu sehen.

In "Family" begibt sich der Filmemacher Sami Saif auf die Suche nach seinem Vater, der vor vielen Jahren Frau und Kinder verlassen hatte. Der emotionale Film sorgte im dänischen Kino für Aufsehen, weil während der Entstehung Saifs Mutter starb und sein Bruder Selbstmord beging.

"Family" läuft zusammen mit 21 weiteren Dokumentarfilmen im Wettbewerb des Festivals. Die Wettbewerbsfilme stammen mehrheitlich aus Europa; Israel, Kanada, Japan und China vertreten den Rest der Welt. Mit je drei Beiträgen sind Deutschland, Russland und die Schweiz am besten vertreten.

Das Hirtentum

Mit "Hirtenreise ins dritte Jahrtausend" schliesst der Innerschweizer Filmschaffende Erich Langjahr seine Bauerntrilogie ab, die mit "Sennen-Ballade" und "Bauernkrieg" begonnen hatte. Mit dem Hirtentum, sagt Langjahr, nähere er sich "einer der ältesten Kulturformen menschlicher Existenz".

Ebenfalls im Wettbewerb zeigt Alexander Seiler seine Migranten-Geschichte "Septemberwind", in der er die Leute aufsucht, die er 1964 im Film "Siamo Italiani" porträtiert hatte. Heute leben die jungen Paare von damals wieder in ihrer apulischen Heimat und denken an die Zeit in der Schweiz zurück.

Schliesslich zeigt der Kanada-Schweizer Peter Mettler in Nyon seinen neuen Film "Gambling, Gods and LSD". Der Film sei, erklärt Mettler, "ein dreistündiger Gegenwartstraum, unsichtbaren Strömen folgend, die Menschen in Toronto, Nevada, der Schweiz und Südindien quer durch die Kulturen verbinden".

Thomas Pynchon

In anderen Festival-Sektionen sind weitere Schweizer Filme zu sehen, etwa der Oscar-nominierte "War Photographer" von Christian Frei, "Pas les flics, pas les noirs, pas les blancs" von Ursula Meier über einen Genfer Polizisten, oder ein Porträt über den US-Schriftsteller "Thomas Pynchon" von Fosco und Donatello Dubini.

Wie an den Solothurner Filmtagen stellt sich auch in Nyon das "Atelier Zérodeux" der Expo.02 vor. Die Retrospektiven, "Ateliers" genannt, sind dem US-Dokumentarfilmer Frederick Wiseman, von dem sechs Beiträge zu sehen sind, und dem in Kanada lebenden US-Videofilmer Donigan Cumming, der 15 meist kurze Filme zeigt, gewidmet.

Das Budget des Festivals beträgt rund 1,3 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

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