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HAMBURG (awp international) - Vodafone will an der 45-prozentigen Beteiligung am US-Mobilfunk-Anbieter Verizon Wireless festhalten, obwohl das Unternehmen seit 2005 keine Dividenden mehr zahlt. "In der aktuellen Situation sehe ich keinen Anlass, sich von diesem exzellenten Unternehmen zu trennen", sagte Konzernchef Vittorio Colao dem Wirtschaftsmagazin "Capital" (Erscheinungsdatum 24. März). Die Deutsche Telekom hatte am Sonntag beschlossen, T-Mobile USA an den Konkurrenten AT&T zu verkaufen. Colao kündigte an, das Thema Dividenden-Zahlung mit dem Partner Verizon Communications "Ende des Jahres" diskutieren zu wollen.
Möglichen Investitionen in weitere Industriezweige erteilte Colao eine Absage. Mit Blick auf die Deutsche Telekom, die den Aufbau intelligenter Stromnetze zur Konzernstrategie ausgerufen hat, sagte Colao: "Unser Geschäft bleibt zu 100 Prozent Datenübertragung." Zwar könne er sich vorstellen, Bereiche wie die Telemedizin durch Partnerschaften zu unterstützen, aber anders als manche Konkurrenten sei es auszuschliessen, dass Vodafone solche Angebote in Eigenregie betreiben werde. "Es gibt keinen Grund, Kapital in Industriezweige zu investieren, in denen wir uns nicht auskennen."
Besonderes Augenmerk richtet Colao auf die Märkte in den Schwellenländern. Das Wachstum der Vodafone-Töchter liege dort im Schnitt bei zehn Prozent. "In Europa hingegen bei Null." Einer weiteren Expansion durch mögliche Übernahmen oder Zusammenschlüsse stünden jedoch die hohen Preise entgegen. "Die verlangten Summen sind viel zu hoch. Wir haben uns für einige Unternehmen in Afrika interessiert - und es dann gelassen." Andere dagegen hätten trotzdem gekauft. "Entweder haben sie Ertragsmöglichkeiten gesehen, die wir nicht erkannt haben, oder sie haben zu teuer gekauft, was ich vermute."/fn/tw

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