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WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen übernimmt wie angekündigt die österreichische Vertriebsholding Porsche Holding Salzburg. Die bereits zuvor beschlossene Übertragung erfolge zum 1. März, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Wolfsburger zahlen 3,3 Milliarden Euro für den Autohändler. Der Unternehmenssitz soll in Salzburg bleiben. Der Erwerb ist Teil der Grundlagenvereinbarung, die zur Verschmelzung der beiden Unternehmen Porsche und Volkswagen führen soll.
VW-Chef Martin Winterkorn bezeichnete die zuvor im Besitz der Familien Porsche und Piech befindliche Holding PHS als "eine der weltweit effizientesten und profitabelsten Vertriebsgesellschaften im Automobilbereich". Neben dem Gross- und Einzelhandelsgeschäft gehören auch die Porsche Bank, Immobilien, Informatik und Versicherungen zur Holding. "Die PHS wird auch unter dem Dach des Volkswagen Konzerns eine eigenständige unternehmerische Einheit bleiben und das Geschäftsmodell unverändert fortführen", betonte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler.
Die Vertriebsgesellschaft ist besonders stark in Österreich, West- und Südosteuropa sowie in China vertreten. Im Kalenderjahr 2010 wurden den Angaben zufolge 565.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft. Damit kommt die Gesellschaft laut vorläufigen Zahlen auf einen Umsatz von 12,78 Milliarden Euro. Bei der PHS arbeiten rund 20.900 Mitarbeiter.
Die Familie Porsche/Piech braucht das durch die Übertragung eingenommene Geld für die geplante Kapitalerhöhung bei der Porsche SE. Die Eignerfamilie, die 90 Prozent der Stammaktien hält, hat sich dazu verpflichtet, bei der Ausgabe neuer Aktien bis zu 2,5 Milliarden Euro zu zeichnen. Insgesamt soll die Kapitalerhöhung 5 Milliarden Euro einbringen, jeweils zur Hälfte von den Stamm- und Vorzugsaktionären. VW-Chef Martin Winterkorn und sein Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch, die die Porsche SE in Personalunion führen, wollen die Kapitalerhöhung bis Ende Mai über die Bühne bringen.
Ob es zu einer baldigen Verschmelzung der beiden Unternehmen kommt, ist indes ungewiss. Porsche hatte vergangene Woche mitgeteilt, wegen anhaltender Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft sei die Wahrscheinlichkeit, dass der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden könne, auf 50 Prozent gesunken. Die Fusion war für dieses Jahr geplant. De facto wird Porsche aber bereits als zehnte Marke des VW-Konzerns geführt. Volkswagen hält bereits knapp die Hälfte am Autogeschäft von Porsche./dct/wiz/tw

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