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Volkswagen plant ausserordentliche Hauptversammlung Anfang Dezember

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 08:50 publiziert

WOLFSBURG (awp international) - Die Aktionäre des Volkswagen-Konzerns sollen bei einer ausserordentlichen Hauptversammlung Anfang Dezember über die geplante Kapitalerhöhung abstimmen. Das Aktionärstreffen werde am 3. Dezember einberufen, teilte der Autohersteller am Freitag in Wolfsburg mit. Auf der Tagesordnung stehe unter anderem die Ermächtigung zur Ausgabe neuer Vorzugsaktien. Damit will VW seinen mittelfristigen finanziellen Handlungsspielraum wahren und sein Rating absichern.
Die Kapitalerhöhung soll vier Milliarden Euro einbringen und die Übernahme von Porsche finanzieren. VW will den Stuttgarter Sportwagenbauer bis Mitte 2011 als zehnte Marke in den Konzern integrieren und plant eine Übernahme des Autogeschäfts in zwei Schritten. Zudem soll das Salzburger Autohandelsgeschäft von Porsche für rund drei Milliarden Euro an VW verkauft werden. Derzeit hält Porsche rund 51 Prozent der VW-Stammaktien. Vorzugsaktionäre äusserten zuletzt in einem Brief an den VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech massive Kritik gegen die geplante Übernahme des Sportwagenbauers.
Laut der am heutigen Freitag veröffentlichten Tagesordnung sollen die Aktionäre den Vorstand ermächtigen, das Grundkapital bis 2014 einmalig oder mehrfach durch die Ausgabe von insgesamt bis zu 135 Millionen neuen, stimmrechtslosen Vorzugsaktien zu erhöhen. Dabei sollen alle Altaktionäre ein Bezugsrecht erhalten.
Ausserdem soll über Sitze im Aufsichtsrat abgestimmt werden. So sollen die Aktionäre darüber entscheiden, ob das Land Niedersachsen zwei Mitglieder in das Gremium entsenden darf. Darüber hinaus werden Hans Michel Piëch und Ferdinand Oliver Porsche als Nachfolger für den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Holger Härter im Aufsichtsrat vorgeschlagen./gr/she

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