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Vom TGV-Spatenstich profitiert auch die Schweiz

Die französischen TGV gehören in etlichen Schweizer Bahnhöfen zum gewohnten Bild.

(Keystone)

Frankreich beginnt mit dem Bau der 140 km langen TGV-Strecke Mülhausen-Dijon. Bald wird Basel noch drei Stunden von Paris weg sein.

Die Schweiz beteiligt sich am Projekt TGV Rhin-Rhône, an dem 16 Jahre geplant wurde, mit 100 Mio. Franken.

Mit einer Feier wird am Montag in der französischen Gemeinde Les Magny, auf halbem Weg zwischen Besançon und Belfort, die Baustelle eröffnet.

Die Tiefbauarbeiten an diesem Teilstück dauern etwa zwei Jahre. Ab 2009 folgen die noch einmal rund zweijährigen Bahninstallationen, so dass die Linie 2011 bereit sein sollte.

Diesen Zeitplan erläuterte kürzlich die Sprecherin des Réseau ferré de France (RFF), der staatlichen Eigentümerin des Eisenbahnnetzes.

Vorerst eine von drei Richtungen

Das Gesamtprojekt TGV Rhin-Rhône (Rhein-Rhone) sieht drei Richtungen vor: Dijon-Mülhausen (Linie Ost), Dijon-Paris (Linie West) und Dijon-Lyon (Linie Süd).

Durch die neue Strecke, die Geschwindigkeiten bis zu 320 Kilometer pro Stunde erlaubt, wird der TGV dereinst in nur 3 Stunden von Basel nach Paris gelangen. Heute sind es noch 4 Stunden 55 Minuten. Von Zürich wird die Reise dann noch 3 Stunden 55 Minuten dauern, zwei Stunden weniger als heute.

Schon in einem Jahr

Doch die Deutschschweiz muss nicht bis 2011 warten, bis sie schneller mit Paris verbunden ist. In weniger als einem Jahr wird der TGV-Est von Paris nach Strassburg in Betrieb genommen. Hier ist eine Fortsetzung Richtung Deutschland und Zürich geplant. Von Basel nach Paris sind es dann gerade noch 3 Stunden 30 Minuten.

Doch die Fertigstellung dieser ambitiösen Fortsetzungen ist vorerst Zukunftsmusik. "Wir müssen bescheiden sein bei der Fortsetzung des Projektes", erklärte Thierry Zettel von der Association Trans Europe TGV mit Blick auf die knappen finanziellen Mittel.

Die Arbeiten, die diesen Sommer in Angriff genommen werden, sind auf 2,5 Mrd. Euro budgetiert.

Schweiz zahlt mit

Die Schweiz beteiligt sich mit 66 Mio. Euro (100 Mio. Franken) am nun begonnen Projekt zwischen Dijon und Mülhausen. Sie finanziert zudem verschiedene Anschlussverbindungen, insbesondere die Strecken zwischen Vallorbe und Dijon (40 Mio. Franken) und zwischen Genf und Bourg-en-Bresse (165 Mio. Franken).

Integration in Bahn 2000

Damit nicht nur die grossen Städte von der kürzeren Fahrzeit nach Paris profitieren, wollen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die TGV-Züge vollständig ins System von Bahn 2000 integrieren. Von den Knoten Basel SBB und Zürich sind rasche Anschlüsse in alle Richtungen vorgesehen.

Für den TGV-Est werden insgesamt 19 Züge der neusten Generation eingesetzt. Diese können auf dem ganzen Streckennetz in der Schweiz und auch in Deutschland fahren. Die Züge haben Platz für 360 Fahrgäste.

Die Betreuung der TGV Zürich-Basel-Paris erfolgt durch die Lyria. Die gemeinsame Tochtergesellschaft von SBB und SNCF ist bereits für die Vermarktung der bestehenden TGV-Verbindungen in die Schweiz zuständig.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Das Schweizer Parlament hat im März 2005 rund 1,1 Mrd. Franken bewilligt, um die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) an die europäischen Hochgeschwindigkeits-Netze anzubinden.

Eine Tochtergesellschaft der SBB und der französischen Staatsbahnen SNCF (Lyra) vermarktet den TGV in der Schweiz.

Der TGV verbindet Genf, Lausanne, Bern, Zürich und Basel mit Frankreich.

Ab Juni 2007 wird die neue Verbindung Paris – Mülhausen – Basel - Zürich in Betrieb genommen. Die Fahrzeit verkürzt sich um rund 2 Stunden.

Die Schweiz wird auch von den deutschen Hochgeschwindigkeitszügen (ICE) und den italienisch-schweizerischen Pendolino bedient.

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Fakten

In der Schweiz wird nach Japan weltweit am meisten Bahn gefahren. Das Netz beträgt 1739 Kilometer (2004)

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben 2005 rund 275 Mio. Passagiere befördert.

Der TGV beförderte 2005 in Frankreich und Europa gut 100 Mio. Passagiere.

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