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Von der Farbe zum Licht in der Fondation Beyeler

Die Verwandlung von Farbe in Licht ist das Thema der jüngsten Ausstellung der Fondation Beyeler in Riehen BS. Diese Entwicklung wird vom "gemalten Licht" bei den Impressionisten bis zum "Malen mit Licht im Raum" in der Gegenwartskunst verfolgt.

Dieser Inhalt wurde am 15. April 2000 - 12:33 publiziert

Die Verwandlung von Farbe in Licht ist das Thema der jüngsten Ausstellung (16.04.-30.07.) der Fondation Beyeler in Riehen BS. Diese Entwicklung wird vom "gemalten Licht" bei den Impressionisten bis hin zum "Malen mit Licht im Raum" in der Gegenwartskunst verfolgt.

Bei der Ausstellung "Farbe zu Licht" handle es sich nicht um einen "enzyklopädischen Überblick" über die Lichtthematik, sagte Museumskurator Markus Brüderlin bei der Präsentation der Ausstellung vor den Medien. Die Ausstellung, die 110 Werke von 54 Künstlern umfasst, wolle sich vielmehr auf den Zusammenhang von Farbe und Licht als ein Thema der Malerei konzentrieren.

Fauve-Bewegung als Schwerpunkt

In der Nachfolge van Goghs habe die französische "Fauve"-Bewegung versucht, zu einer neuen Auffassung von Licht zu gelangen, führte Galerist Ernst Beyeler aus. Diese Bewegung, zu der Maler wie Henri Matisse, André Derain oder Maurice de Vlaminck gehörten, bildet denn auch einen Schwerpunkt der Ausstellung.

Verschiedene hochkarätige Werke konnten dabei von der soeben zu Ende gegangenen Ausstellung "Le fauvisme ou l'épreuve du feu" in Paris übernommen werden.

Von Matisse zur monochromen Malerei

Auch der Expressionismus, das deutsche Gegenstück zur Fauve-Bewegung, ist mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel oder Emil Nolde vertreten. Als entscheidender Schritt zur Immaterialität der Farbe figuriert in der Ausstellung das Bild "L'équipe de Cardiff" von Robert Delauney aus dem Jahr 1913.

Werke von Paul Klee, Piet Mondrian oder Frantisek Kupka, vor allem aber Henri Matisse mit seinen späten Werken weisen den Weg zur abstrakten monochromen Malerei der 50er Jahre.

Eroberung des Raums

Ein zweiter Teil der Ausstellung findet im Untergeschoss statt, das in eine Folge von engen Räumen umgebaut wurde. Der Rundgang beginnt hier mit Arbeiten der monochromen Malerei wie denjenigen von Mark Rothko oder Yves Klein.

Die "Eroberung des Raums" unternehmen im Untergeschoss schliesslich die Installationen von Künstlern wie Maurizio Nannucci oder Dan Flavin, deren Arbeiten auf Leuchtstoff- und Neonröhren basieren.

Auftragsarbeiten

In einem dritten Teil der Ausstellung hat die Fondation Beyeler Künstler mit Installationen im Innen- wie im Aussenraum des Museums beauftragt.

Die österreichische Künstlerin Brigitte Kowanz versaht etwa die Glasfenster des Museums mit den standardisierten Farbstreifen des Fernsehtestbilds, der deutsche Künstler Mischa Kuball brachte an der Aussenmauer zwei parallele Linien mit LED-Leuchtstoff an.

Einbezogen in die Ausstellung ist auch eine Lichtinstallation des französischen Künstlers Michel Verjux auf dem Basler Theaterplatz. Mit zwei Scheinwerfern werden jeden Abend zwei Halbkreise auf die Theaterfassade und das Kunsthallengebäude projiziert.

Die Ausstellung "Farbe zu Licht" in der Fondation Beyeler in Riehen BS läuft vom 16. April bis zum 30. Juli 2000. Das Museum ist geöffnet montags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und mittwochs bis 20.00 Uhr.

swissinfo und Agenturen

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