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Zürich (awp) - Die Bank Vontobel hat im vergangenen Geschäftsjahr den Konzerngewinn um über einen Fünftel gesteigert. Gewinntreiber war das Investment Banking, das den Löwenanteil des Gewinns generierte. Demgegenüber verbuchte die Bank im Private Banking und Asset Management rückläufige Gewinne.
Die Bank zeigt sich mit dem erwirtschafteten Reingewinn von 138,9 Mio CHF zufrieden und will die Dividende auf 1,40 CHF anheben. Gleichzeitig bezeichnet die Bankengruppe den Start in das neue Jahr als "vielversprechend". Alle drei Geschäftsfelder seien gut gestartet, sowohl was den Nettoneugeldzufluss als auch was die Erträge angehe, erklärte Vontobel-CEO Herbert Scheidt am Donnerstag.
Profitiert hat die Bankengruppe im vergangenen Jahr von der guten Marktentwicklung. Getrieben von den Finanzmärkten stiegen die verwalteten Kundenvermögen im Jahresverlauf auf 75,2 Mrd CHF per Ende 2009 nach 62,4 Mrd CHF zum Jahresende 2008.
ENTTÄUSCHENDES NEUGELD UND RÜCKLÄUFIGE GEWINNE IM PRIVATE BANKING
Nicht glücklich ist die Bankengruppe mit dem Neugeldzufluss im vergangenen Jahr. Dieser schwächte sich von 3,9 Mrd CHF 2008 auf 2,1 Mrd CHF ab. "Die Neugeld-Entwicklung blieb hinter unseren Zielsetzungen zurück", so Scheidt. Vontobel habe aber im Vermögensverwaltungsgeschäft Massnahmen eingeleitet, um den Neugeldzufluss 2010 deutlich zu steigern.
Denn während institutionelle Kunden Neugelder von netto 1,7 Mrd CHF zur Bank trugen, flossen von Privatkunden lediglich 0,6 Mrd CHF an Neugeldern zu. Um das zu ändern, will Vontobel im Private Banking wachsen. So wird neben der abgeschlossenen Übernahme der Commerzbank (Schweiz) die Präsenz in der Schweiz mit neuen Standorten in Bern und Basel ausgebaut. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Asien macht sich Vontobel auch Gedanken über einen Markteintritt in der Region. Vorstellen kann sich Vontobel nach der erfolgreichen Übernahme der Commerzbank (Schweiz) auch weitere Zukäufe.
Nicht nur das Neugeld entwickelte sich harzig, sondern auch auf der Ertragseite musste Vontobel kämpfen. So hätten sich die Kunden bei hoher Liquiditätshaltung weiterhin sehr zurückhaltend gezeigt, was auf die Erträge drückte. Insgesamt brach das Segmentergebnis vor Steuern um fast 60% auf 21,2 Mio CHF ein. In einem ähnlichen Umfang fiel der Vorsteuergewinn im Asset Management.
GEWINNTREIBER INVESTMENT BANKING
Glänzend lief es Vontobel hingegen im Investment Banking. Der Spartengewinn stieg um fast 90% auf 147,1 Mio CHF. Gewinntreiber der Sparte war einmal mehr das Derivatgeschäft, das sich nach dem schwierigen 2008 wieder deutlich erholte. So steuerte das Geschäft mit den strukturierten Produkten 73% zum Ertrag bei.
Während sich andere Marktteilnehmer in der Krise zurückzogen, habe Vontobel ihre führende Marktposition in diesem Geschäftsbereich ausgebaut, hiess es. Der Marktanteil der Bankengruppe betrage nun 30% nach 19% im Vorjahr. Daneben hätten sich auch die Corporate Finance-Aktivitäten "sehr erfreulich" entwickelt.
AKTIEN NOTIEREN MIT AUFSCHLÄGEN
Die Vontobel-Papiere notieren nach dem Zahlenkranz am Donnerstag gegen 14.00 Uhr mit Aufschlägen und gewinnen rund 1,2% auf 32,65 CHF. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI verliert derweil 0,19%.
Marktbeobachter beurteilen die Zahlen zwiespältig. Lob erntet das Institut für die attraktive Dividendenrendite. Fragen wirft bei den Analysten aber die Entwicklung des Vermögensverwaltungsgeschäfts auf. Einige Experten äussern in diesem Zusammenhang Zweifel, ob Vontobel hier die nötige Grösse besitzt, um mit den neuen Rahmenbedingungen fertig zu werden. Auch das Resultat im Asset Management wird mehrheitlich als enttäuschend bezeichnet.
pf

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