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Vorbei mit Sechstagerennen

Es gibt kein 50-jähriges Jubiläum für das Zürcher Sechstagerennen.

(Keystone)

Weil es immer weniger Besucher und Sponsoren gibt, soll das Zürcher Sechstagerennen nicht mehr veranstaltet werden. Der Umbau des Hallenstadions beginnt im Sommer 2004.

Der Verwaltungsrat der AG Hallenstadion hat nach Abwägung aller Faktoren entschieden, auf den traditionsreichen Anlass von nun an zu verzichten.Das Sechstagerennen hätte in diesem Jahr zum 50. Male stattfinden sollen.

Keine Sponsoren in Sicht

Nach Auskunft von Hallenstadion-Direktor André Béchir fiel das Rennen nicht zuletzt dem anhaltenden Besucherrückgang zum Opfer. Es hätten sich Ende November/Anfang Dezember 2001 im Durchschnitt nur noch 4000 Fans pro Abend im Stadion eingefunden.

Die ausbleibenden Fans und die zunehmend zäher gewordene Suche nach Sponsoren schlugen sich in der Rechnung nieder. Allein im letzten Jahr ergab sich unter Einbezug aller Kosten ein Fehlbetrag von 1,3 Mio. Franken. Hinzu kommt offenbar, dass es im Moment keine Schweizer Bahnfahrer gibt, die der Veranstaltung in naher Zukunft zu neuer Blüte verhelfen könnten.

Direktor Béchir schreibt das fehlende Zuschauer-Interesse in erster Linie dem veränderten Unterhaltungsangebot im Grossraum Zürich zu. "Die Zeiten, in denen die Leute nach Mitternacht nach Oerlikon pilgerten, sind vorbei", sagte Béchir.

"Hallenstadion 2000 plus"

Der Umbau des Hallenstadions beginnt nicht wie ursprünglich geplant im Laufe des kommenden Jahres, sondern erst im Sommer 2004. Die Stadt Zürich begrüsst den Entscheid und wird das Projekt "Hallenstadion 2000 plus" mitragen. Die Diskussion mit dem Kanton Zürich um eine Beteiligung sind eingeleitet worden.

Ziel des Verwaltungsrates bleibt die Realisierung des Projekts mit einer Investitionssumme von maximal 140 Mio. Franken. Die Baubewilligung liegt bereits vor. In den nächsten Wochen müssen noch 40 Auflagen bereinigt sowie die Tragbarkeit untermauert werden. Auch die Idee eines neuen Namens für das Stadion wird weiter verfolgt.

Die AG Hallenstadion will mit der Verschiebung den gestiegenen Anforderungen und neuen Ideen Rechnung tragen. "Um den Erwartungen des Publikums auch in Zukunft gerecht zu werden, muss der Umbau sorgfältig und mit Blick auf alle Details und Wünsche geplant werden", sagte André Béchir. Das Stadion beherbergt Jahr für Jahr Zehntausende von Gästen aus allen Gesellschafts-Schichten bei Sportveranstaltungen, Konzerten, Musicals oder geschäftlichen Anlässen.

swissinfo und Agenturen

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