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Zürich (awp) - Die Liechtensteiner VP Bank hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch von 74% erlitten. Auf operativer Ebene hat dem Institut neben den tiefen Zinsen auch der starke Franken einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daneben belasteten Verluste auf eigenen Finanzanlagen das Ergebnis. Lichtblick ist die Trendwende beim Neugeld: Nach fünf Semestern mit Geldabfluss resultierte erstmals wieder ein kleiner Zufluss.
Damit zeigte sich am Dienstag in Zürich auch Bankchef Roger Hartmann zufrieden: Die Trendwende beim Neugeld zeige, dass man mit der Transformation auf Kurs sei. Auch wenn es gemäss CEO noch viel zu tun gibt, stellte er die Implementierung und Umsetzung des Transformationsprozesses bis Ende 2013 in Aussicht. Bis dahin sollen auch die mittelfristigen Zielsetzungen erreicht werden. Das sei ambitioniert aber möglich, so Hartmann.
Trotz strikter Kostendisziplin will er im Rahmen der Strategie in die Stärkung der Marktposition investieren. In diesem Zusammenhang hat die Bank angekündigt, ihre Niederlassung in München mit einer Banklizenz auszustatten. Ein entsprechendes Gesuch will die Bank einreichen.
TIEFE ZINSEN UND STARKER FRANKEN BELASTET ERTRAGSSEITE
Auf operativer Ebene wurde die Bank im vergangenen Jahr vor allem von den tiefen Zinsen sowie vom starken Franken belastet. So brach der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um knapp 35% auf 78,9 Mio CHF ein und die Währungseffekte belasteten die Ertragsseite mit 5 bis 10 Mio CHF. Auch Verluste auf eigenen Finanzanlagen belasteten das Ergebnis.
Insgesamt resultierte ein Rückgang der Erträge von 18% auf 256,8 Mio CHF. Die Kosten sanken zwar ebenfalls, mit 3% auf 179,5 Mio CHF aber massiv weniger stark als die Erträge. Angesichts dessen resultierte eine Verschlechterung der Cost/Income-Ratio auf 69,9% nach 59,0% im Vorjahr.
Negativ auf die Erfolgsrechnung ausgewirkt haben sich auch die deutlich höheren Kreditrückstellungen. Insgesamt schlugen die Positionen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste mit 19,4 Mio CHF zu Buche. Das sind 22% mehr als im Vorjahr. Leicht unter Vorjahr lagen die Abschreibungen und Amortisationen mit 38,7 Mio CHF (-4%).
Nach Abzug der Steuern und Minderheiten verdiente das liechtensteinische Institut damit unter dem Strich mit 15,1 Mio CHF knapp 74% weniger als im Vorjahr. Insbesondere im zweiten Halbjahr schlitterte die Gruppe mit einem Gewinn von nur 0,6 Mio CHF fast in die roten Zahlen.
Trotz dem dramatischen Rückgang des Gewinns zahlt die Bank eine unveränderte Dividende von 3,50 CHF pro Inhaberaktie respektive 0,35 CHF pro Namenaktie. Auch im kommenden Jahr dürften die Aktionäre gemäss Bankmanagement mit einer ähnlichen Rendite rechnen.
KEINE PROGNOSE FÜR 2011 - POSITIVE ANZEICHEN AUF DER ERTRAGSSEITE
Für das laufende Jahr mochte die Bank keine Prognose abgeben. Im aktuellen Umfeld sei eine Prognose schwierig, meinte CFO Fredy Vogt. Man sehe aber im bisherigen Jahresverlauf positive Anzeichen auf der Ertragsseite und zwar sowohl im Zinsengeschäft als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.
Bezüglich der Neugeldentwicklung in den ersten Monaten des laufenden Jahres wollte sich Vogt nicht festlegen. Es sei weiterhin schwierig Neugeld zu akquirieren, so der Finanzchef. Mittelfristig wolle die Bank sich aber am Ziel eines Neugeldzuflusses von 5% der verwalteten Vermögen messen lassen.
Im laufenden Jahr generierte das Institut Netto-Neugeld in der Höhe von 75,9 Mio CHF, nachdem dem liechtensteinischen Institut im ersten Semester noch 0,3 Mrd CHF abgeflossen waren. Dennoch sanken die verwalteten Kundengelder innert Jahresfrist auf 28,2 Mrd CHF nach 29,5 Mrd CHF per Ende 2009.
AKTIEN NOTIEREN MIT DEUTLICHEN ABSCHLÄGEN
Die Aktien verlieren nach den wenig inspirierenden Zahlen deutlich an Boden. Analysten zeigen sich insbesondere über die Ertragsentwicklung sowie den Reingewinn enttäuscht. Positiv wird hingegen die Trendwende beim Geldzufluss herausgestrichen. Bis gegen 12.40 Uhr verlieren die Inhaber-Valoren der VP Bank rund 9,2% auf 103,30 CHF.
pf/ps

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