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VP Bank H1: Konzerngewinn -40% auf 16,1 Mio CHF; weiter Neugeldabfluss (AF)

(Meldung umgeschrieben und um weitere Details ergänzt)
Zürich (awp) - Die Verwaltungs- und Privat-Bank AG (VP Bank) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger verdient. Der Gewinnrückgang sei die Folge des allgemein schwierigen Marktumfeldes, begründet das Institut am Dienstag das Ergebnis. Insbesondere habe der Ertragsrückgang im Zinsengeschäft seine Spuren hinterlassen. Mit dem ausgewiesenen Zahlenset blieb das Institut deutlich hinter den Markterwartungen zurück.
Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 16,1 Mio CHF nach 26,9 Mio CHF im Vorjahr, was einem Rückgang von 40% entspricht. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn belief sich auf 14,5 Mio CHF oder knapp 42% weniger als in der Vergleichsperiode.
Weiterhin flossen dem Institut Gelder ab. Im ersten Semester summierte sich der Nettoneugeldabfluss auf 0,3 Mrd CHF. Damit hat das Institut beim Neugeld die Trendwende noch nicht geschafft, flossen doch auch in der Vorjahresperiode 1 Mrd CHF ab. Im Kerngeschäft, dem internationalen Private Banking, verbuchte die VP Bank hingegen einen Zufluss von 100 Mio CHF.
Neben dem Neugeldabfluss belastete mit 0,8 Mrd CHF auch die negative Marktwertveränderung die Vermögensbasis. Die verwalteten Kundengelder (AuM) sanken daher seit Ende 2009 von 29,5 Mrd CHF auf 28,4 Mrd CHF per 30.6.2010. Die Kundenvermögen inklusive Custody Geldern beliefen sich auf 40,5 Mrd CHF nach 41,8 Mrd per Ende 2009.
Die Erträge sanken im ersten Semester im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,5% auf 135,6 Mio CHF. Deutlich schlechter als in der Vergleichsperiode schnitt insbesondere das Zinsengeschäft mit einem Ertragsrückgang von 44,2% auf 37,3 Mio CHF ab. Demgegenüber stieg der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 5,8% auf 63,9 Mio CHF und das Handelsgeschäft konnte die Erträge mit 25,8 Mio CHF fast vervierfachen.
Die Kosten werden mit 90,2 Mio CHF ausgewiesen, was einem Rückgang von 3,2% entspricht. Dabei beliefen sich die Personalkosten auf 58,7 Mio CHF (-4,4%) und der Sachaufwand auf 31,5 Mio CHF (-0,9%). Mit dem Kostenrückgang habe die VP Bank ihr Ziel aus dem Bankprojekt "FOCUS" erreicht, wonach der Geschäftsaufwand von der Basis Ende 2008 bis Ende 2010 nachhaltig um 10% entlastet werden soll, kommentiert die VP Bank.
Angesichts der stärker rückläufigen Erträge verschlechterte sich aber die Cost/Income-Ratio im Periodenvergleich auf 66,5% nach 64,2%.
Die Tier 1 Ratio betrug per Jahresmitte 18,7% und die Eigenkapitalrendite 3,2%.
Aufgrund der "weitreichenden" Veränderungen am Markt gibt sich die Bank eine schlankere Führungsstruktur. So reduziert sich die Anzahl der Mitglieder des Group Executive Managements per 1. September 2009 auf drei: CEO Roger Hartmann als Vorsitzender, CFO Fredy Vogt als Leiter des Corporate Center und Jürg Sturzenegger als Leiter der Serviceeinheiten. Die bisherigen Mitglieder des Group Executive Management Ernst Näf und Gerhard Häring verlassen die VP Gruppe.
Die Bank lanciert zudem gruppenweite Wachstumsinitiativen. Dabei will die Gruppe mit gezielten Wachstumsinitiativen in den Kern- und Wachstumsmärkten die Basis der betreuten Kundenvermögen vergrössern. "Dafür werden in Singapur und in Zürich die Kundenberaterteams für Asien sowie Zentral- und Osteuropa wie geplant ausgebaut", wird CEO Roger Hartmann in der Mitteilung zitiert. Darüber hinaus soll mit gezielten Vertriebsinitiativen festgelegt werden, wie und in welchen Märkten Kunden systematisch angegangen werden. Dazu gehöre auch ein Ausbau der Kompetenzen im internationalen Steuerrecht, der Vermögensstrukturierung sowie dem Geschäft mit Private-Label-Fonds.
Neben der Zielsetzung, nachhaltiges Wachstum an allen Standorten zu generieren, bleibe auch die Sicherung der Effizienz eine zentrale Aufgabenstellung, schreibt die Gruppe weiter. Dabei werde die VP Bank ihren Leistungskatalog weiterhin kritisch prüfen und gezielt straffen.
pf/gab

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