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Zürich (awp) - Die VZ Holding AG hat im ersten Halbjahr 2010 auf ihren Wachstumskurs zurückgefunden, nachdem das Geschäft im Vorjahr noch deutlich von der Finanzkrise beeinträchtigt gewesen war. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet die Finanzdienstleisterin ein Wachstum der Erträge um gegen 20% und eine noch etwas deutlichere Gewinnzunahme.
In den ersten sechs Monaten des Jahres konnte die Gruppe die Erträge um 25% auf 63,9 Mio CHF steigern, wie sie am Donnerstag mitteilte. Da der Betriebsaufwand deutlich langsamer zunahm, verbesserte sich das Betriebsergebnis (EBITDA) um 50% auf 30,0 Mio CHF. Der Reingewinn legte um 51% auf 23,1 Mio CHF zu. "Die Wachstumszahlen sind natürlich durch die Effekte der Finanzkrise 2009 gefärbt", sagte VZ-Chef Matthias Reinhart an einer Telefonkonferenz.
Netto flossen der VZ Holding im ersten Semester Neugelder von 595 (VJ 410) Mio CHF zu. Die verwalteten Vermögen legten unter dem Strich auf 7'205 (Ende 2009: 6'717) Mio CHF zu. Die verwalteten Versicherungsprämien stiegen dagegen nur leicht auf 257 (252) Mio CHF.
STARKER ANSTIEG DER VERWALTUNGSHONORARE
Im Privatkundengeschäft legte die Gruppe mit einem Plus von 28% deutlich zu. Während die Verwaltungserträge in dem Segment um einen Drittel zunahmen, stiegen die Beratungshonorare deutlich langsamer (+15%). Die Bankerträge (+18%) verbesserten sich dank einem Kundenzuwachs der VZ Depotbank.
Das Firmenkunden-Segment, das rund 10% der Erträge beisteuert, legte dagegen um 3% zu. Das liege unter den Erwartungen, räumte Reinhart ein. Die VZ Holding macht für das schwache Wachstum die konjunkturelle Baisse verantwortlich: Viele Firmenkunden warteten mit der Rekrutierung von zusätzlichem Personal zu, was zu einer schmaleren Ertragsbasis im Versicherungsgeschäft führte.
EXPANSIONSPLÄNE
Die Gruppe ist weiterhin auf Expansionskurs. Seit der Aufhebung des Anstellungsstopps wurden 38 neue Arbeitsplätze geschaffen, womit die VZ Holding derzeit 456 Mitarbeitende beschäftigt. Bis zum Jahresende solle der Personalbestand rund 500 Personen betragen, sagte Reinhart.
Auch bezüglich ihres Niederlassungsnetzes hat die VZ Holding klare Expansionspläne. So will sie neue Standorte im Zürichseeraum im Gebiet Meilen/Horgen sowie im Raum Solothurn eröffnen, wie der CEO ausführte. In Deutschland will die Gruppe innerhalb der nächsten 12 Monate in Düsseldorf eine neue Niederlassung aufbauen.
Weiter ausgebaut werden sollen auch die Kapazitäten im Bereich der Finanzberater. Nachdem diese im Berichtszeitraum auf 60 von rund 53 Stellen (Full Time Equivalents FTE) angestiegen ist, wird nun bis 2011 eine weitere Zunahme auf 72 FTE angestrebt.
AM OBEREN ENDE DER WACHSTUMSZIELE
Für das Gesamtjahr 2010 bestätigt die VZ Holding ihre Wachstumsziele, nach denen der Ertrag beim Ausbleiben von Verwerfungen an den Finanzmärkten um 15 bis 20% steigen soll: "Wahrscheinlich wird das näher bei 20% liegen", sagte Reinhart. Dank dem langsameren Kostenwachstum dürfte der Gewinn sogar um über 20% ansteigen.
Das Thema Übernahmen bleibe auf der Agenda der VZ Holding, sei aber kein "Top Thema", sagte Reinhart weiter: "Wir waren bis anhin nicht sehr erfolgreich." Im Vordergrund bleibe dabei eine Übernahme im Firmenkundengeschäft, beispielsweise in Deutschland. Auch eine Expansion nach Österreich schloss er nicht aus. Auch für eine Zusammenarbeit mit externen Vermögensberatern bleibt die VZ Holding offen, bisher habe aber noch kein solcher gewonnen werden können.
Die Analysten zeigten sich am Donnerstag mit dem leicht über den Erwarten ausgefallenen Ergebnis zufrieden. Insbesondere der starke Neugeldzufluss wurde herausgehoben. Die Resultate bestätigten das Potenzial und die Widerstandsfähigkeit des VZ Holding-Geschäftsmodells, loben etwa die Helvea-Analysten. An der Börse werden die Titel gegen 11.45 Uhr mit 90 CHF (-0,3%) leicht tiefer gehandelt.
tp/cf

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