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Wachstum hält an

Auf rekordhohem Niveau: Die Konsumenten sind kauffreudig .

(Keystone)

Die Konjunktur in der Schweiz hat nach Ansicht von Ökonomen im vierten Quartal 2000 weiter an Schwung verloren. Das Wachstum sei jedoch nach wie vor solide. Ein Ende des seit vier Jahren andauernden Konjunkturhochs sei nicht in Sicht.

Wie stark sich die Schweizer Wirtschaft im Schlussquartal des letzten Jahres abgekühlt hat, darüber gehen die Meinungen der Ökonomen auseinander. Einig sind sie sich darin, dass ein langsameres Tempo nach den Anzeichen einer Überhitzung gut tut.

Bandbreite von 2,2 bis 3,2 Prozent

Die UBS Warburg liegt mit ihrer Schätzung am oberen Rand. Sie erwartet für das vierte Quartal 2000 gegenüber dem Vorjahresquartal eine Zunahme des realen Brutto-Inlandproduktes (BIP) von 3,2 Prozent und gegenüber dem Vorquartal ein Wachstum von 2,0 Prozent.

Mit ihrer Schätzung auf Jahresbasis von 2,2 Prozent liegt die Credit Suisse (CS) am unteren Rand. Von Quartal zu Quartal rechnet die CS gar mit einer Stagnation. Die Konsens-Schätzung aller Banken liegt auf Jahresbasis zwischen 2,5 und 2,8 Prozent.

Kein Grund zur Besorgnis

Die Abschwächung ist nach Ansicht von Ökonomen keineswegs Besorgnis erregend. Sämtliche Indikatoren zeigten, dass der Aufschwung anhalte. So sei etwa die Konsumenten-Stimmung auf einem sehr hohen Niveau, und der Arbeitsmarkt bleibe angespannt.

Nach einer kleinen Delle, die seit Frühjahr 2000 zu beobachten sei, dürfte die Konjunktur bereits ab Sommer 2001 wieder an Fahrt gewinnen, sagten die Ökonomen Andreas Höfert (UBS), Walter Metzler (CS) und Jan Poser (Bank Sarasin) übereinstimmend.

Die CS rechnet für 2001 insgesamt mit einem BIP-Wachstum von 2,1 Prozent, während die UBS von 2,2 Prozent ausgeht. Bereits für 2002 sagt die CS wieder eine Zuwachsrate von 2,5 Prozent voraus. Damit bewegt sich die Schweiz in der Nähe ihres Potenzial-Wachstums.

Rückkehr zur Normalität

Ähnlich beurteilen Ökonomen in der Westschweiz die Entwicklung. Nach Wachstumsraten von über 4 Prozent in einzelnen Quartalen sei eine Abkühlung erwünscht. "Wir kehren zur Normalität zurück", sagte Eric Parisod von der Waadtländer Kantonalbank.

Die Genfer Privatbank Pictet & Cie sowie die Konjunkturforscher der Crea rechnen für 2001 mit einem Wachstum von 2,1 Prozent, die Waadtländer Kantonalbank mit 2,2 Prozent und die Genfer Privatbank Lombard Odier mit 2,3 Prozent.

swissinfo und Agenturen

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