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Wahlen Neuenburg: Ansturm auf bürgerliche Bastion gescheitert

Die drei gewählten bürgerlichen KandidatInnen auf der Leinwand. Keystone

Im Kanton Neuenburg haben die Bürgerlichen ihre Mehrheit im Kantons-Parlament verteidigt. Der Versuch der Linken und Grünen, die Bastion von FDP und Liberalen zu stürmen, blieb erfolglos.

Dieser Inhalt wurde am 09. April 2001 - 10:50 publiziert

Die beiden grossen bürgerlichen Parteien, die FDP und die Liberalen, verfügen weiterhin mit 60 Sitzen über die absolute Mehrheit im Neuenburger Kantonsparlament. Die Sozialdemokraten bleiben mit 39 Sitzen die stärkste Partei. Die Partei der Arbeit (PdA) und die Grünen gewannen ein beziehungsweise zwei Mandate hinzu und verfügen neu über je sieben Sitze.

In den letzten vier Jahren waren die Bürgerlichen mit 62 Sitzen im 115-köpfigen Grossrat vertreten, die rot-grünen Parteien verfügten bisher über 53 Mandate.

Linke Exekutive zählt zweiten Wahlgang

Den Einzug in die kantonale Exekutive schafften im ersten Wahlgang nur bürgerliche Politikerinnen und Politiker: die bisherigen Regierungsmitglieder Pierre Hirschy (Liberale) und Thierry Béguin (FDP) sowie die Neue Sylvie Perrinjaquet (Liberale). Alle erreichten das erforderliche absolute Mehr der Stimmen. Der Linken ist bei diesen Wahlen der Versuch misslungen, einen teilweise offenen zweiten Wahlgang herbeizuführen. Dazu hätte mindestens ein bürgerlicher Kandidat das absolute Mehr von 22'225 Stimmen verpassen müssen.

Die im ersten Wahlgang erfolglosen Linken können nun im zweiten Wahlgang am 29. April antreten. Die zur Widerwahl angetretene SP-Staatsrätin Monika Dusong der SP-Kandidat Bernard Soguel gelten als gesetzt.

Frauenanteil miserabel

Mit der Wahl der liberalen Sylvie Perrinjaquet in den Neuenburger Staatsrat ist erstmals seit einem Jahr wieder eine Frau in eine Schweizer Kantonsexekutive eingezogen. Von den 162 Kantonsregierungs-Sitzen werden nun 31 von Frauen besetzt.

swissinfo und Agenturen

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