Waldschäden wirken sich auf Arbeitslosigkeit aus

Die Folgen der Waldschäden zeigen sich in der Arbeitslosenstatistik. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Monat Februar in der Land- und Forstwirtschaft am stärksten gesunken. Auch in der Bauwirtschaft wurde ein deutlicher Rückgang registriert.

Dieser Inhalt wurde am 21. März 2000 - 09:52 publiziert

Die Folgen der Waldschäden zeigen sich in der Arbeitslosenstatistik. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Monat Februar in der Land- und Forstwirtschaft am stärksten gesunken. Auch in der Bauwirtschaft wurde ein deutlicher Rückgang registriert, wie das seco zur Lage auf dem Arbeitsmarkt mitteilte.

Das Sekretariat für Wirtschaft (seco) veröffentlichte am Dienstag (21.03.) seine monatlichen Detailangaben zur Arbeitslosigkeit. Wie schon Anfang März bekannt gegeben, ging die Arbeitslosenquote im Februar um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent zurück. Zu den 88'702 Arbeitslosen kamen im Februar noch 59'425 als nicht arbeitslos registrierte Stellensuchende. Um 19,2 Prozent zugenommen hat laut seco die Zahl der offenen Stellen, sie betrug Ende Februar 14'394.

Der Rückgang wurde in den meisten Wirtschaftszweigen registriert. Mit minus 16,9 Prozent am stärksten war die Abnahme in der Land- und Forstwirtschaft, gefolgt vom Baugewerbe mit minus 11,5 Prozent und vom Sektor Holz, Möbel, Papier mit minus 11,4 Prozent. Auch im Gastgewerbe und im Bereich Beratung, Planung, Informatik waren wieder mehr Arbeitskräfte gefragt.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten sowohl Frauen als auch Männer, Schweizer und Ausländer sowie sämtliche Altersgruppen. Bei den 20- bis 24-Jährigen trug der Beginn der Rekrutenschule zu einer deutlichen Reduktion der Arbeitslosigkeit bei. In der Westschweiz und im Tessin ging die Arbeitslosigkeit mit minus 0,3 Prozentpunkten stärker zurück als in der Deutschschweiz mit minus 0,1 Prozentpunkten. Weiterhin ist die Arbeitslosenquote im westlichen Landesteil mit 3,8 Prozent doppelt so gross wie im östlichen mit 1,9 Prozent.

"Wer eine Motorsäge bedienen kann, steht im Wald"

"Die starke Abnahme in der Land- und Forstwirtschaft hängt sicher mit 'Lothar' zusammen", sagte seco-Pressesprecher Alan Kocher. Dies zeige sich auch an den vielen Stelleninseraten. Relativ viele Leute kehrten in die Branche zurück, die abgewandert seien. Das seco sehe auch eine Wanderungsbewegung von Gebieten, wo eine Schlagesperre verfügt worden sei, in Regionen, wo viel Sturmholz liege. Kocher wies aber auch darauf hin, dass die Branche in den letzten beiden Jahren im Februar auch schon einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von jeweils rund acht Prozentverzeichnet habe. Der Februar sei traditionell ein Holzermonat; der saisonale Effekt werde durch gutes Wetter noch gefördert.

Beim Waldwirtschaft Verband Schweiz in Solothurn zeigt sich der Personalbedarf an einer starken Zunahme der Stelleninserate in seinen beiden Fachzeitschriften. "Im Moment steht jedes Personal, das eine Motorsäge bedienen kann, im Wald", hiess es.

swissinfo und Agenturen

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