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Wallis zieht sich zurück

Im Walliser Val de Bagnes entsteht kein neuer Nationalpark. www.verbier.ch

Kein Nationalpark für das Wallis: Die lokale Projektgruppe aus dem Haut Val de Bagnes hat sich aus dem laufenden Standort-Wettbewerb zurückgezogen.

Dieser Inhalt wurde am 04. April 2002 - 21:30 publiziert

Der Gemeinderat von Bagnes befürchte Einschränkungen bei der Land- und Forstwirtschaft, erklärte die Naturschutz-Organisation Pro Natura, die den Wettbewerb ausgeschrieben hatte. Der Gemeinderat habe seinen Rückzug aus dem Wettbewerb Ende März in einem Brief an Pro Natura bekannt gegeben.

Weitere Kandidaturen

Pro Natura hatte letzten Frühling zu dem Wettbewerb aufgerufen und jener Region eine Million Franken in Aussicht gestellt, die zuerst die Bedingungen für einen neuen Nationalpark erfüllt. Neben dem Haut Val de Bagnes bewarben sich die Region Adula/Rheinwaldhorn (Graubünden/Tessin), das Locarnese, das Maderaner-Tal (Uri), die Muverans-Region (Wallis/Waadt) und die Region Matterhorn.

Der Gemeinderat von Bagnes sei der Ansicht, er könne die Anforderungen des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) an einen neuen Nationalpark nicht erfüllen, teilte Pro Natura weiter mit.

Mensch nur Gast

Insbesondere befürchten die Behörden der Walliser Gemeinde einschneidende Einschränkungen für Land- und Forstwirtschaft. Zudem will der Gemeinderat von Haut Val de Bagnes nicht die Erneuerung der Konzession für das Mauvoisin-Wasserkraftwerk aufs Spiel setzen. Der dazugehörige Stausee käme mitten im Nationalpark-Perimeter zu liegen.

Die Vorgaben des Buwal sehen vor, dass die rund 100 Quadratkilometer grosse Kernzone des neuen Nationalparks ganz der Natur überlassen werden soll. Der Mensch ist nur als Erholung suchender Gast zugelassen.

Verständnis und Bedauern

Pro Natura zeigte Verständnis für den Entscheid der Walliser Gemeinde, bedauerte aber gleichzeitig, dass die Stimmberechtigten nicht an der Urne hätten mitentscheiden dürfen. Der Gemeinderat von Bagnes ziehe aber nach wie vor in Betracht, das schon bestehende Schutzgebiet weiter zu entwickeln, schreibt die Naturschutzorganisation.

swissinfo und Agenturen

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