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Zürich (awp) - Die Swisscom AG publiziert am Donnerstag, 17. Februar, das Geschäftsergebnis 2010. Analysten haben dazu folgende Prognosen:
2010
In Mio CHF AWP-Konsens 2009
Nettoumsatz 12'012 12'001
EBITDA 4'679 4'666
EBIT 2'674 2'678
Reingewinn* 1'858 1'928
*nach Minderheiten
FOKUS: Die Analysten rechnen bei der Zahlenvorlage der Swisscom mit einem soliden vierten Quartal. Sie verweisen unter anderem auf das vorteilhafte Marktumfeld in der Schweiz und die gute Kostenkontrolle des Telekomkonzerns. Im Gesamtjahr 2010 wird der Umsatz auf Konzernebene durchschnittlich leicht höher gesehen. Derweil lastet eine Rückstellung von rund 100 Mio CHF bei der italienischen Tochter Fastweb auf dem Gewinn.
Die starke Entwicklung der mobilem Datenvolumen - im Zuge der zunehmenden Verbreitung von Smartphones - dürfte den Preisdruck 2010 zumindest ausgeglichen haben, heisst es in den Kommentaren. Im Festnetz schreitet die Entbündelung voran, das Brokerhaus Nomura rechnet aber nicht mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen für den Marktführer.
Im Fokus stehen zudem die finanziellen Prognosen für das angelaufene Geschäftsjahr 2011. Die Experten der ZKB erwarten eine "gute Guidance". Die Höhe der Dividende ist ebenfalls von Interesse. Diese wird mehrheitlich bei 21 bis 22 CHF je Aktie gesehen, die theoretische Spanne liegt bei 21 bis 25 CHF je Aktie.
Mit Blick auf Fastweb verweist die Bank Vontobel auf das nötige Umsatzwachstum von 5-6% bei der italienischen Tochtergesellschaft, um eine Wertberichtigung zu vermeiden. Zuletzt hatte sich die Dynamik bei Umsatz und Kundenzahl abgeschwächt. Der Fastweb-CEO habe jedoch kürzlich erklärt, dass diese Wachstumsrate noch erreichbar sei und daher sei ein Abschreiber unwahrscheinlich, so die Analysten.
ZIELE: Swisscom hatte den Ausblick für 2010 auf Gruppenebene beim Umsatz und EBITDA im November angehoben und beim operativen Free Cash Flow beibehalten. Dies liege an den positiven Aussichten für Swisscom ohne Fastweb, bei der italienischen Tochter könnten die Ziele dagegen nicht ganz erreicht werden, hiess es seinerzeit.
Konzernweit rechnete Swisscom zuletzt mit einem Nettoumsatz von rund 12 Mrd CHF und einem EBITDA von rund 4,7 Mrd CHF (inkl. Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren gegen Fastweb). Der Operating Free Cash Flow sollte ohne allfällige Sonderzahlungen von Rückstellungen für laufende Rechtsverfahren unverändert bei rund 2,6 Mrd CHF liegen.
PRO MEMORIA: Im vierten Quartal 2010 kursierten wiederholt Spekulationen, dass es zu einer Wertberichtigung auf den Goodwill von Fastweb kommen könnte. Unternehmen und Teile des früheren Managements standen im Frühjahr 2010 zusammen mit der Telecom-Italia-Tochter Sparkle wegen einer Betrugs- und Geldwäscheaffäre im Visier der Justiz. Swisscom hatte zuletzt mehrfach erklärt, die Werthaltigkeit der Tochter sei nach momentanem Stand intakt.
Personell wurden in Italien aber im November 2010 neue Weichen gestellt: Der bisherige Chief Operating Officer Alberto Calcagno übernahm das Steuer von Interims-CEO und Swisscom-Chef Carsten Schloter. Dieser bleibt Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates von Fastweb, will sich aber wieder auf seine Kernaufgaben bei Swisscom konzentrieren.
Bei der geplanten Vollübernahme von Fastweb hält das Unternehmen inzwischen über 95% der Aktien, wie am Montagabend bekannt wurde. Damit sind die Bedingungen für einen Squeeze-Out erfüllt. Dieser soll ab Mitte März starten, Ziel ist die Dekotierung von der Mailänder Börse.
Coop-Chef Hansueli Loosli wird voraussichtlich erst mit Verzögerung Präsident des Swisscom-Verwaltungsrates. Grund dafür ist, dass seine Nachfolge als operativer Chef beim Grossverteiler noch nicht geregelt ist. Ursprünglich hätte Loosli den abtretenden Anton Scherrer anlässlich der Generalversammlung im April ablösen sollen.
Die Wettbewerbskommission prüft derzeit mehrere Kooperationen der Swisscom mit Elektrizitätswerken beim Bau des Glasfasernetzes. Im Blick stehen die Projekte in St. Gallen, im Kanton Freiburg sowie in der Region Genf. Ähnliche Vereinbarungen gibt es unter anderem auch mit den städtischen Werken Basel und Bern. Wettbewerbsrechtliche Probleme könnten durch die finanziellen Vereinbarungen oder durch Exklusivitätsklauseln für die Netznutzung entstehen.
Homepage: www.swisscom.ch
cc/sig

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