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WDH/AUSBLICK/Transocean Q3: Reingewinn von 426 Mio USD erwartet

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2010 - 14:30 publiziert

Zürich (awp) - Die Transocean Ltd publiziert am Mittwoch, 3. November, nach Börsenschluss in den USA die Zahlen zum dritten Quartal 2010. Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
Q3 2010
in Mio USD AWP-Konsens Q3 09
Umsatz 2'425 2'822
EBIT 647 956
Reingewinn 426 857
FOKUS: Allgemein rechnet die Analysten-Gemeinde mit einem verhaltenen Ergebnis für den Ölbohrkonzern im dritten Quartal. Trotz den leicht tieferen Unterhalts- und Betriebskosten gehen sie von einer gedrückten operativen Gewinnmarge aus. Zudem erhoffen sie sich Angaben zu den durchschnittlichen Tagesraten sowie allfällige Kommentare zur verzögerten Auszahlung der Quartalsdividende in Form einer Nennwertreduktion.
ZIELE: Transocean gab im August eine finanzielle Guidance zu den Folgen des Unglücks im Golf von Mexiko ab. Demnach werden die zusätzlichen operativen Kosten für 2010 bei 180 Mio USD gesehen. Der Auftragsbestand wurde nach unten angepasst - er sank von 28,6 Mrd USD per Mitte April auf 27,6 Mrd USD per Mitte Juli. Zusammen mit der Plattform "Deepwater Horizon" gingen Aufträge im Wert von 590 Mio USD verloren.
Die Auszahlung der Quartalsdividende in Form einer Nennwertreduktion verzögert sich, da die Schweizer Behörden dem von Transocean gestellten Antrag wegen der in den USA eingereichten Klagen bis auf Weiteres nicht stattgeben.
PRO MEMORIA: Am 20. April gab Transocean das Börsendebut in der Schweiz, im Juni wurden die Titel in den SMI aufgenommen. Ebenfalls am 20. April brach ein Feuer auf der Anlage "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko aus, später explodierte die Plattform und versank im Meer. Seit der Explosion sind geschätzte 3 bis 5,3 Mio Liter Rohöl ins Meer gelaufen. Es handelt sich um die schwerste Ölpest der Geschichte.
Im Zusammenhang mit dem Unglück wurden eine Reihe von Gerichtsverfahren eingeleitet. Daraus seien "signifikante" Kosten zu erwarten, hatte das Unternehmen erklärt. So leitete unter anderem auch der US-Bundesstaat Louisiana rechtliche Schritte ein. Ausserdem gab es politischen Druck in den USA auf Transocean, die Dividende zurückzubehalten.
Die US-Regierung hatte kurz nach dem Unglück auf der Plattform "Deepwater Horizon" ein sechsmonatiges Moratorium für Öl-Tiefseebohrungen verhängt. Dieses wurde im Oktober aufgehoben. Wegen neuer Vorgaben für die Firmen gehen die US-Behörden aber nicht davon aus, dass bereits in Kürze neue Tiefseebohrungen gestartet werden. Gegen Jahresende dürften erste Bohrerlaubnisse vergeben werden. Transocean hatte den Einfluss des Moratoriums auf den Umsatz für die zweite Jahreshälfte 2010 im August mit 165 Mio USD angegeben.
Die Gesellschaft einigte sich Mitte Oktober mit einigen Kunden auf spezielle Tagesraten für Anlagen im Golf von Mexiko - unterhalb der ursprünglichen Vereinbarungen. Die neuen Raten sollen gelten, wenn Shell, Statoil, Anadarko und BHP ihrer Geschäftstätigkeit in der Region nicht nachgehen können, wie aus dem "Fleet Update Report" hervorgeht.
Website: www.deepwater.com
are/jl/cc

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