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Zürich (awp) - Die UBS AG veröffentlicht am Dienstag, 9. Februar, das Geschäftsergebnis zum vierten Quartal und zum Geschäftsjahr 2009. 12 Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
FOKUS: Die UBS wird das Geschäftsjahr 2009 den Schätzungen zu Folge erneut mit einem Verlust abgeschlossen haben. Der Fehlbetrag dürfte allerdings deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallen sein. Die Analysten gehen davon aus, dass die Bank im vierten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt ist. Dies trotz Weiteren, aber im Quartalsvergleich geringeren Verlusten auf eigene Verbindlichkeiten. In den beiden Vorquartalen wurde das Ergebnis zudem durch Sondereffekte wie Verluste aus dem Verkauf der brasilianischen Pactual belastet.
Wie der AWP-Konsens zeigt, bewegen sich die Schätzungen der Analysten in einem vergleichsweise breiten Band. Daraus ergibt sich Raum für positive wie negative Überraschungen. Da auf Jahresbasis ein Verlust resultieren dürfte, rechnet der Markt mit keiner Dividendenzahlung.
Im Zentrum des Interesses steht die Entwicklung der Neugelder in der Kerndivision Wealth Management&Swiss Bank. Seit Ende 2007 verzeichnet das Institut einen hohen Abfluss von Kundengeldern. Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Wende auch im vierten Quartal nicht geschafft wurde, da der Steuerstreit mit den USA und die Steueramnestie in Italien ihre Spuren hinterlassen haben dürften. Aussagen der Bank zu entnehmen ist immerhin, dass in Asien wieder Nettozuflüsse zu verzeichnen sind. Diese dürften nach Ansicht einiger Experten einen Teil der Abflüsse in Europa wettgemacht haben.
Im weiteren interessiert der Stand der Reorganisation des Investment Bankings. Einzelne Analysten erwarten, dass diese Sparte im vierten Quartal und damit früher als erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Dabei dürfte ihrer Ansicht nach positiv zu Buche geschlagen haben, dass die Lohnkosten auf Grund regulatorischer Vorschriften geringer ausgefallen sind.
ZIELE: Die UBS präsentierte Mitte November ihre mittelfristigen Ziele anlässlich eines Investorentags. Wie von vielen Marktteilnehmern erwartet, setzte CEO Grübel der Bank dabei in Zahlen ein konkretes Ziel. Danach strebt die Bank in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren einen Vorsteuergewinn von rund 15 Mrd CHF an. Gleichzeitig will die Bank eine Cost/Income-Ratio von 65 bis 70% und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 15 bis 20% erarbeiten.
Im Wealth Management hat sich die Bank ausserdem über eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren eine Zuwachsrate im Neugeld von 5% der verwalteten Vermögen pro Jahr zum Ziel gesetzt.
PRO MEMORIA: Das Bundesverwaltungsgericht hiess im Januar die Klage einer amerikanischen UBS-Kundin gut, die Beschwerde gegen die Auslieferung ihrer Kontendaten an die US-Steuerbehörde eingereicht hatte. Damit hat sich in Sachen Steuerstreit zwischen der USA und der UBS, der mit dem im vergangenen August erzielten Abkommen zwischen der USA und der Schweiz beigelegt schien, neue Unsicherheit eröffnet. Wie das Problem gelöst werden kann, liegt indes in den Händen der Politik und nicht bei der UBS.
Noch nicht abschätzbar sind im weiteren die Konsequenzen, die sich aus den Plänen der US-Regierung, das Bankensystem neu zu regulieren und eine Sondersteuer einzuführen, auf die Ertragsentwicklung der UBS ergeben könnten.
Ungewiss ist auch, ob sich unter den gestohlenen Daten, die der deutschen Regierung zugespielt wurden, auch solche von UBS-Kunden befinden. Die Unsicherheit deutscher Bankkunden dürfte durch diese Aktion allerdings gestiegen sein und langfristig ihre Spuren hinterlassen.
sig/tp/dl
Q4 2009E
(In Mio CHF) AWP-Konsens Q3 2009 Q4 2008

Konzernergebnis 379 -564 -9'563

(In Mrd CHF)
Verwaltete Vermögen 2'265 2'258 2'174
Nettoneugeld -22,6 -36,7 -85,8

(In %)
Tier-1-Ratio 15,5 15,0 11,0

2009
(In Mio CHF) AWP-Konsens 2008A

Konzernergebnis -3'487 -21'292
Gewinn vor Steuern
Investment Banking -6'519 -34'300
-WM&Swiss Bank 3'660 6'013
-WM Americas -42 -823
-Asset Management 298 1'333

(In Mrd CHF)
Nettoneugeld -112 -226
Nettoneugeld WM&Swiss Bank -69 -107

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