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(Im 5. Absatz handelt es sich um Aufträge der SNB.)
Zürich (awp) - Die Orell Füssli Holding AG ist im ersten Halbjahr 2010 in die roten Zahlen gerutscht. Grund hierfür seien insbesondere Belastungen aus Währungsabsicherungen, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Operativ hätten sich alle Divisionen verbessert.
Der Umsatz ging um knapp 1% auf 136,6 Mio CHF zurück. Unter Berücksichtigung der dekonsolidierten Photoglob AG liege der Umsatz sogar leicht über Vorjahr, heisst es. Das Betriebsergebnis sank derweil auf -2,7 (VJ -1,1) Mio CHF. Unterm Strich resultierte unter anderem wegen des negativen Finanzergebnisses in Höhe von 3,5 Mio CHF ein Reinverlust nach Minderheiten von 4,9 (+0,8) Mio CHF.
In allen Divisionen seien unterdessen durch den seit April amtierenden neuen CEO Michael Kunz Projekte zur Effizienzsteigerung eingeleitet worden. Auch die Marktbearbeitung soll intensiviert werden.
Im exportorientierten Industriegeschäft Atlantic Zeiser sei die Talsohle durchschritten, heisst es weiter. Die Nachfrage nach Nummeriersystemen für den Banknotendruck habe seit dem vierten Quartal 2009 stark angezogen. Durch Kurzarbeit, die punktuell auch im zweiten Halbjahr fortgesetzt werden soll, konnten Kosten gespart werden. Es werde mit einem Jahresumsatz über Vorjahresniveau gerechnet.
Im Bereich Sicherheitsdruck konnte der Umsatz ebenfalls gesteigert werden. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr seien wieder Produktionsaufträge der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ausgeführt worden. Besonders im zweiten Halbjahr werde wegen Aufträgen der SNB mit einer signifikanten Produktionssteigerung gerechnet. Die Auslastung sei für das ganze Jahr auf hohem Niveau gesichert.
Im Buchhandel ging die Nachfrage indes weiter zurück. Es sei beim Vertrieb eine Verschiebung zugunsten des Internetverkaufs und zu Downloads zu erkennen. Orell Füssli setze mit verschiedenen Projekten bei e-books und der Lancierung der neuen Internetplattform storyworld.ch auf diesen Trend. Das Verlagsgeschäft habe sich im Rahmen der Erwartungen entwickelt.
Orell Füssli geht aufgrund generell anziehender Märkte und der Abwicklung von wertschöpfungsintensiven Aufträgen von einem wesentlich stärkeren zweiten Halbjahr aus. Für 2010 würden gegenüber dem Vorjahr stark verbesserte Ergebnisse aus operativer Tätigkeit und damit unter Ausklammerung ausserordentlicher Erträge "markant höhere" EBITDA- und EBIT-Zahlen erwartet, so das Unternehmen.
dr/ch

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