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WEF 2019 Wohin führt uns die globale Vernetzung?

Mann im Schnee, sichtbar ist ein Schriftzug 'World Economic Forum'

Mehr als 3000 der grössten Namen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft kommen nach Davos, um über die Zukunft der Globalisierung zu diskutieren.

(Keystone)

Themen rund um die vernetzte Welt – die so genannte "Globalisierung 4.0" – stehen bei der diesjährigen Ausgabe des Weltwirtschaftsforums in Davos ganz oben auf der Agenda. swissinfo.ch wird diese Woche der Frage nachgehen, was dies für Schweizer Unternehmen und den Platz des Alpenlandes auf der Weltbühne bedeutet.

Internationale Interaktionen zwischen Menschen, Unternehmen und Regierungen müssen integrativer und nachhaltiger werden, sagt WEF-Exekutivpräsident Klaus Schwab und fügt hinzu: "Wir müssen uns um die Verlierer kümmern, um die Zurückgelassenen."

Für Schwab bietet das Treffen in Davos der Führungselite die Möglichkeit, einmal etwas Abstand zu gewinnen zum Alltag des Krisenmanagements, um Prioritäten zu setzen, künftige Chancen zu nutzen und Bedrohungen zu entschärfen.

Doch wie kann die Welt nachhaltigen Fortschritt anstreben, in einer Zeit, in der disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz die Funktionsweise von Volkswirtschaften, Wirtschaft, Gesellschaft und Regierungen grundlegend verändern und neue Gewinner und Verlierer schaffen?

Es steht viel auf dem Spiel, nicht nur für Länder, sondern auch für Unternehmen. Die Hälfte der rund 3000 Teilnehmenden, die sich in Davos treffen, kommt aus der Wirtschaft. Darunter auch Schweizer Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, die sowohl an vorderster Front bei der globalen Lösungssuche als auch im Zentrum des Problems stehen.

Das Motto des World Economic Forum (WEF) 2019 ist "Globalisierung 4.0: Auf der Suche nach einer globalen Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution". Da in der Schweiz 25'000 ausländische und schweizerische multinationale Unternehmen ansässig sind, wird sich die Berichterstattung von swissinfo.ch darauf konzentrieren, was dies für Grossunternehmen in den folgenden drei Bereichen bedeutet:

1.    Lebensmittel und Technologie

Wie können wir die schnell wachsende Bevölkerung unseres Planeten ernähren, ohne diesen zu zerstören? 2050 werden voraussichtlich fast 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Um sie zu ernähren, muss die Nahrungsmittel-Produktion laut WEF um 70% erhöht werden.

Können sich Schweizer Agrarunternehmen wie etwa Syngenta der Herausforderung stellen, die Nahrungsmittel-Produktion zu maximieren, ohne die Entwaldung zu verschärfen oder unsere Gesundheit zu gefährden? Sind alternative Proteine der Weg in die Zukunft?

2.    Verringerung der geschlechtsspezifischen Unterschiede

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern wird zum ersten Mal am WEF teilnehmen, zusammen mit "Veteraninnen" wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Christine Lagarde, Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Saadia Zahidi, Leiterin der sozialen und wirtschaftlichen Agenda des WEF, stellt fest, dass weniger als ein Viertel der diesjährigen WEF-Teilnehmenden Frauen sind, obwohl ihr Team sich bemüht hat, die Beteiligung von Frauen zu erhöhen.

"Das ist bei weitem nicht ausreichend", sagt Zahidi. "Das grundlegende Problem ist, dass der Weg in die Führungsetagen derzeit blockiert ist." Welche Erfahrungen können weibliche Führungskräfte aus aller Welt der Schweiz mitgeben, die es nicht einmal unter die Top Ten in der WEF-Rangliste der Geschlechterparität schaffte?

3.    Digitalisierung des Gesundheitswesens

Wie verändern Technologien von Fitness-Trackern bis zur Gensequenzierung Geschäftsmodelle in der Pharmaindustrie? Grosse Schweizer Pharmaunternehmen wie Roche und Novartis sammeln und analysieren zunehmend umfangreiche Datenmengen, um die Behandlung auf die einzigartigen "Biomarker" einer Person zu personalisieren und klinische Studien effizienter zu gestalten.

Manager von grossen Pharmakonzernen behaupten, dass damit der Mensch im Mittelpunkt des Gesundheitswesens stehe. Aber was bedeutet das für den Datenschutz, und wie können wir sicherstellen, dass diese Erkenntnisse jenen zugutekommen, die sie am meisten brauchen?

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Warum fehlt die weibliche Kunst in den Schweizer Museen?

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