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Weihnachten 2007: Schweizer schenken Luxus

Heiss begehrt ist alles, was glitzert, funkelt, und teuer ist.

Dank Hochkonjunktur leisten sich die Schweizer heuer teure Weihnachten: Geschenke dürfen gerne luxuriös und kostspielig sein und auch das Geschäft mit teurem Wein und Delikatessen boomt.

Die Detailhändler und Kaufhäuser reiben sich die Hände: Bereits jetzt sind sie sicher, dass das Geschäft 2007 noch deutlich besser wird als im letzten Jahr.

Kaviar, Parfüm und teure Uhren: Die goldene Kreditkarte hat beim diesjährigen Weihnachtseinkauf Hochkonjunktur. Luxuriös dürften nicht nur die Geschenke unter dem Tannenbaum ausfallen, sondern auch der Festtagsschmaus.

"Die bisherigen Zeichen zeigen eindeutig einen Trend hin zu teuren Qualitätsprodukten", sagte Madeleine Elmer, Sprecherin des Berner Warenhauses Loeb. Spezielle Geschenkpackungen in der Parfümerie seien genauso gefragt wie hochwertige Koffer oder teure Uhren.

Bei den Spielwaren seien dieses Jahr besonders Modelle aus Holz beliebt. "Hochwertige Holzspielwaren, die auch ihren Preis haben", sagte Elmer weiter. Auch beim Warenhaus Manor hat Holzspielzeug Hochkonjunktur. Ein Comeback erleben zurzeit ausserdem Puppen und Puppenkleider, wie Sprecherin Elle Steinbrecher sagte.

Weiter laufe vor allem die Unterhaltungselektronik sehr gut. Spielkonsolen und Flachbildfernseher dürften demnach zahlreich unter den Weihnachtsbäumen zu finden sein. Man erkenne klar "eine Lust der Kunden, es sich zu Weihnachten schön zu machen", sagte die Manor-Sprecherin.

Sportartikel und Laserhaarentfernungsgerät

"Die Leute leisten sich wieder mehr", frohlockt auch die Migros. Dies zeige sich besonders bei den Sportartikeln und bei M- Electronics. Dampfbügel-Einheiten, Küchenmaschinen und Laserhaarentfernungsgeräte, ein neues Produkt für knapp 300 Franken, seien äusserst beliebt, sagte Sprecherin Monika Weibel.

Neben der guten Konjunktur hat auch Frau Holle ihren Anteil am guten Start ins Weihnachtsgeschäft. "Der frühe Schnee hat uns im Ski- und Sportgeschäft Rekordumsätze beschert", sagte Robert Fieg, Geschäftsführer von Jelmoli. "Überdurchschnittlich" laufe ansonsten der Bereich Parfümerie und Accessoires.

Einen Trend zum Luxuriösen und Speziellen habe es zwar schon im letzten Jahr gegeben, sagte Ernst Pfenninger, Sprecher der Globus Gruppe. "In diesem Jahr ist er aber klar stärker." Die Warenhauskette verzeichnet hauptsächlich in den Bereichen Accessoires, Parfümerie, Damen- und Herrenkonfektion eine grosse Nachfrage. "Es läuft hervorragend."

Gefragte Delikatessen

Hervorragend läuft das Geschäft laut Pfenninger auch in der Lebensmittelabteilung "Delikatessa". Klassiker wie Jahrgangs-Champagner, renommierter Wein oder Kaviar wanderten besonders häufig in den Einkaufskorb. Für den Globus-Sprecher ist bereits jetzt klar: "Dieses Jahr wird das Weihnachtsgeschäft noch deutlich besser ausfallen als 2006."

Dass die Schweizer Gaumen diese Weihnachten offenbar besonders anspruchsvoll sind, zeigen auch erste Tendenzen im Weihnachtsgeschäft der grössten der zehn Migros-Genossenschaften, der Migros Aare. Die Premium-Linie "Sélection" laufe "auf berndeutsch gesagt 'wie gschtört'", sagte Sprecher Thomas Bornhauser. Der grosse Ansturm bei den Lebensmitteln komme aber erst noch.

Auch Bornhauser ist bereits jetzt sicher, dass Weihnachten 2007 dem Detailhandel goldene Bilanzen bescheren werde. Bereits vor Wochenfrist, als die Migros Bern den Kunden 10-fache Bonuspunkte verteilte, habe die Genossenschaft den besten Tagesumsatz in der Firmengeschichte gemacht.

swissinfo, Claudia Schön, sda

Detailhandel im Hoch

Im ersten Halbjahr 2007 sind die Detailhandelsumsätze, gemessen an der vergleichbaren Vorjahresperiode, um nominal 3,7 % gestiegen.

Besonders stark gewachsen sind die Umsätze in der Unterhaltungs- und Büroelektronik (+15,3%) und im Bereich Körperpflege und Gesundheit (+10,9%).

Überdurchschnittlich gestiegen sind auch die Ausgaben für Wohungseinrichtungen (+6,5%),Schuhe und Kleider (+7,7%).

Nur geringfügig nahmen dagegen die Umsätze bei Nahrungsmitteln und Getränken zu (+1,9%), bei den Tabakwaren gingen die Umsätze um 0,7% zurück.

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