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Weihnachts-Shopping in der Schweiz: Handys lassen die Kassen klingeln

Im diesjährigen Weihnachtsverkauf sind Handys und Millenniumsartikel die Spitzenreiter. Allgemein wird ein guter Umsatz erwartet. Selbst Kinder können sich dem Handy-Boom nicht ganz entziehen…

Dieser Inhalt wurde am 22. Dezember 1999 - 16:49 publiziert

Im diesjährigen Weihnachtsverkauf sind Handys und Millenniumsartikel die Spitzenreiter. Allgemein wird ein guter Umsatz erwartet. Selbst Kinder können sich dem Handy-Boom nicht ganz entziehen…

“Ich habe den Eindruck, alle wollen zwei Telefone herumtragen”, sagte Thierry Rueff, Direktor Merchandising bei der Warenhausgruppe Manor, zum Handy-Boom. Es sei der Artikel Nummer Eins im Moment.

“Ein typisches Weihnachtsgeschenk des Mannes an seine Frau ist dieses Jahr ein feminines Handy-Modell”, sagte Michel Esseiva, Marketing-Leiter bei Mediamarkt. Auch Kinder können sich dem Handy-Boom nicht entziehen: Auf der Liste der Renner des Spielwarenhauses “Toys 'R' US” werden die Kinder-Handys zuerst aufgeführt. Daneben sind auf der Liste Game-Boy-Spiele, computergesteuerte Legosteine, die Diddl-Maus, Video- und Computerspiele sowie Teletubbies zu finden.

Millenniums-Artikel

Begehrt sind dieses Jahr aber auch Millenniums-Artikel: “Sie übertreffen unsere Erwartungen”, sagte etwa Madeleine Elmer, stellvertretende Direktorin des Berner Warenhauses Loeb. Alles, was mit 2000 beschriftet sei, finde Interesse - vom Duschvorhang bis zum Pappbecher. “Die Leute richten sich für eine Party zu Hause ein.”

Beim Warenhaus Placette in Genf wird deshalb eine weitere gute Verkaufswoche zwischen Weihnachten und Neujahr erwartet. “Dann kaufen die Leute nochmals Geschenke”, sagte Laurent Baldacci.

Schokolade und Champagner

Bei den Lebensmitteln ist der Verkauf erst angelaufen. Doch 60 Prozent der Schokolade seien bereits verkauft, sagte Migros-Pressesprecher Alfredo Schiliro. Daneben fänden Kaffeemaschinen, Staubsauger und Fernsehgeräte sowie Lerncomputer, Playmobil und die futuristische Sprechpuppe Furby Abnehmerinnen und Abnehmer.

Aussagen für den Lebensmittelbereich seien erst kurz vor Weihnachten möglich, sagte Coop-Sprecher Karl Weisskopf. Aber der Champagner sei bereits gut angelaufen. Schwierig einzuschätzen sei der Parfumerie-Absatz: “Das sind typische Last-Minute-Geschenke.”

Hohe Umsätze

Von guten bis sehr guten Umsätzen ist in allen Geschäften die Rede. “Wir liegen über dem Vorjahr”, hiess es bei Loeb. Der Dezember werde gut abschneiden, tönt es auch bei Manor. Der Trend bei Mediamarkt deute auf einen besseren Umsatz als letztes Jahr, hiess es dort. Ausschlaggebend sei aber die letzte Woche vor Weihnachten, wurde übereinstimmend gesagt.

Auch die Sonntagsverkäufe in verschiedenen Deutschschweizer Städten tragen zum guten Umsatz bei. “Die Sonntage laufen gut”, sagte Robert Kaufmann, Geschäftsleiter des grössten Schweizer
Einkaufszentrums Glatt.

Gutes Konsumklima

Das Konsumklima sei relativ gut dieses Jahr, bestätigte auch Willi Roth von der Konjunkturforschungsstelle an der ETH Zürich (KOF). Ursachen der guten Stimmung seien die anziehende Konjunktur, die sinkende Arbeitslosigkeit und die besseren Jobaussichten.

SRI und Agenturen

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