Navigation

Weitere Milliarden für Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) (AF)

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 14:30 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Der Staat pumpt als jetziger Alleineigentümer der Hypo Real Estate (HRE) (HRE) wie erwartet weitere Milliarden in die krisengeschüttelte Immobilienbank. Wie der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) am Mittwochabend mitteilte, wird der Bank eine zusätzliche Tranche von 3 Milliarden Euro gewährt. Ausserdem beschloss der Ausschuss, bis zum 18. November befristete Liquiditätsgarantien von 52 Milliarden Euro bis zum 30. Juni 2010 zu verlängern.
Die Unterstützung, die die HRE insgesamt vom Bund erhält, werde im Rahmen des laufenden Beihilfeverfahrens von der EU-Kommission überprüft. Die 3,0 Milliarden Euro gehen an die HRE Holding und die Deutsche Pfandbriefbank als Kerngeschäft der HRE. Eine Genehmigung der EU-Kommission wird in den kommenden Tagen erwartet. Der Bund hält über den Bankenrettungsfonds SoFFin 100 Prozent an der HRE.
"Wir sind dankbar für die jetzt beschlossene weitere Rekapitalisierung des Konzerns und die Verlängerung des Garantierahmens", sagte HRE-Chef Axel Wieandt in einer Mitteilung. Die HRE prüfe weiter, nicht-strategische oder problembehaftete Papiere aus der Deutschen Pfandbriefbank und der Depfa Bank auszulagern.
Die HRE war vor einem Jahr im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und nur mit staatlichen Hilfen vor der Pleite bewahrt worden. Insgesamt hat die Bank Finanzhilfen von mehr als 100 Milliarden Euro erhalten. Zuletzt war der Bedarf an frischem Kapital auf rund sieben Milliarden Euro beziffert worden. Die HRE rechnet mindestens noch bis einschliesslich 2011 mit Verlusten./mf/tst/DP/tw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?