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Weiterer Stellenabbau bei Swisscom

Der Swisscom-Stellenabbau betrifft vor allem den Festnetz-Bereich. Keystone

Der mit einem Gewinnrückgang konfrontierte Telekommunikations-Konzern streicht erneut 390 Stellen.

Dieser Inhalt wurde am 10. November 2004 - 11:45 publiziert

Der Grossteil entfällt auf Beschäftigte im Festnetz-Bereich in den Kantonen Bern und Zürich.

Swisscom streicht 2005 zwecks Kostensenkung erneut 390 Stellen oder 2,5% des Personalbestands. 240 Stellen entfallen auf den Festnetzbereich, 150 auf Swisscom Solutions. 110 Stellen werden laut Alder im Kanton Bern gestrichen, etwa gleich viele im Kanton Zürich.

Alder begründete den Abbau mit weiteren Rationalisierungs-Massnahmen und der Fusion von Enterprise Solutions und Systems.

Gewerkschaft empört - Berner Regierung bedauert

Die Gewerkschaft Kommunikation zeigte sich empört und forderte Swisscom auf, die Personalpolitik zu überdenken und in arbeitserhaltende Massnahmen zu investieren.

Die Gewerkschaft transfair lobte zwar den Swisscom-Sozialplan, forderte aber alternative Arbeitszeitmodelle und neue Wiedereingliederungs-Massnahmen.

Die Berner Kantonsregierung ihrerseits bedauerte den Abbau, anerkannte aber unter anderem das Festhalten am Swisscom-Hauptsitz im Kanton Bern mit überdurchschnittlicher Arbeitsplatzzahl.

Zufriedener Swisscom-Chef

Swisscom-Konzernchef Jens Alder zeigte sich am Mittwoch trotz einem Gewinnrückgang und stagnierendem Umsatz mit dem Geschäftsergebnis der ersten neun Monate zufrieden.

Der Swisscom-Reingewinn sank in den ersten drei Quartalen im Vorjahresvergleich um 17,2% auf 1,138 Mrd. Franken, wie Swisscom mitteilte. Die Einbusse gehe auf Fremdwährungs-Verluste beim Verkauf der deutschen Mobilfunktochter debitel zurück. Der Umsatz stieg um 0,7% auf 7,525 Mrd. Franken.

Sinkender Betriebsgewinn

Der Swisscom-Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) ging um 3,5% auf 3,401 Mrd. Franken zurück, und zwar wegen einer ausserordentlichen Abschreibung von 150 Mio. Franken auf internationalen Seekabeln, wie Alder an einer Telefonkonferenz sagte.

Ohne dies wäre der EBITDA höher ausgefallen, und Swisscom hätte die Gewinnerwartungen der Analysten erfüllt, so der Konzernchef weiter.

Fürs ganze Jahr erwartet Alder etwa 10 Mrd. Franken Umsatz und einen EBITDA von mindestens 4,3 Mrd. Franken. Zudem dürften die Investitionen nur etwa 1,2 Mrd. Franken betragen.

Vor einem weiteren Stellenabbau?

Swisscom-Chef Alder erwartet Abbaukosten von etwa 51 Mio. Franken, die möglichst noch dieses Jahr zurückgestellt würden. Die Gesamtkosten sollen aber jährlich um 58,5 bis 66,3 Mio. Franken sinken.

"Man kann nicht davon ausgehen, dass dies der letzte Stellenabbau bei Swisscom ist", sagte Alder. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) erwartet mittelfristig einen jährlichen Abbau von etwa 300 Stellen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Swisscom baut 2005 390 Stellen ab (2,5% des Personalbestandes).

Der Swisscom-Reingewinn ging in den ersten drei Quartalen 2004 im Vorjahresvergleich um 17,2% auf 1,138 Mrd. Fr. zurück

Der Umsatz stieg um 0,7% auf 7,525 Mrd. Fr.

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In Kürze

Swisscom-Chef Jens Alder ist mit dem Geschäftsergebnis der ersten neun Monate dieses Jahres zufrieden. Sofern bis am 31. Dezember keine Grossakquisition erfolge, werde Ende März ein neues Aktienrückkaufs-Programm angekündigt, so Alder.

Für die Gewerkschaft Kommunikation ist nicht nachvollziehbar, dass weiterhin die Interessen der Aktionäre über jene des Personals gestellt werden, wie es heisst.

Sie verlangt vermehrte Investitionen in innovative Technologien zur Sicherung der Arbeitsplätze sowie eine breit angelegte Bildungsoffensive, damit die Arbeitsmarktfähigkeit des Personals erhalten bleibt.

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