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Weniger Fleisch auf dem Tisch

Zwischen Deutschschweizern und Romands bestehen bezüglich des Fleischkonsums grosse Unterschiede.

(Keystone)

Der Fleischkonsum in der Schweiz hat im letzten Jahr erneut abgenommen: um 1,5 Prozent auf 382'000 Tonnen. Das entspricht einem Pro-Kopf-Konsum von 52 Kilogramm (-2,3%).

Die Lust auf Fleisch ist den Schweizerinnen und Schweizern nicht vergangen, doch hält ein rückläufiger Trend an, nachdem auch 1999 eine Abnahme (um 1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr registriert werden musste. Die BSE-Problematik hatte vor allem Ende 2000 und Anfang 2001 Auswirkungen auf das Konsumverhalten.

Unterschiede in Deutsch- und Westschweiz

Dabei traten gemäss Zahlen des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) deutliche Unterschiede im Verhalten der Deutsch- und Westschweizer Privathaushalte auf. Während letzten November in der Romandie der Rindfleischkonsum gegenüber dem Vormonat um 17 Prozent zurückging, lag dieser Rückgang in der Deutschschweiz bei 3 Prozent.

Im Januar war es umgekehrt. In der Westschweiz kehrten die Haushalte zur üblichen Menge zurück oder konsumierten gar mehr (+25%). In der Deutschschweiz dagegen war der tiefste Stand seit Beginn der Krise zu verzeichnen (-24%).

Rind- und Kalbfleischkonsum um 10 Prozent zurückgegangen

Die anhaltende Reduktion der Tierbestände zeigte nach einer am Freitag (23.03.) veröffentlichten Bilanz 2000 der Branchenorganisation Proviande Auswirkungen auf die Inlandproduktion von Rind- und Kalbfleisch.

Der Rückgang um 18'500 Tonnen (-12,6%) habe letztes Jahr zu höheren Preisen geführt, die trotz Mehrimporten (+3460t) bestehen blieben. Für Proviande ist es dies der Grund, weshalb weniger Rind- und Kalbfleisch gegegessen wurde: Der Pro-Kopf-Verbrauch ging um 10 Prozent zurück.

Schweinefleisch war mit einem Pro-Kopf-Konsum von 25 Kilogramm (-0,8%) immer noch das am meisten konsumierte Fleisch.

Mehr Geflügel und Lammfleisch

Der Konsum von Geflügelfleisch nahm gegenüber 1999 um 4 Prozent auf 9,04 kg pro Kopf zu. Der Mehrbedarf an Geflügel konnte durch eine Erhöhung der Inlandproduktion auf 49'280 Tonnen (+8%) gedeckt werden.

Beim Lammfleisch wurde eine Zunahme um 13,5 Prozent auf 1,61 kg pro Kopf festgestellt; die Inlandproduktion nahm indes um 12,6 Prozent auf 5528 Tonnen ab.

Leicht zugenommen hat der Konsum von Ziegen-, Pferde- und Kaninchenfleisch. Ausserdem wurden 3 Prozent mehr Fisch und Krustentiere verzehrt, nämlich 7,7 kg pro Kopf.

swissinfo und Agenturen

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