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KIRKEL (awp international) - Weniger Rabattaktionen haben den Umsatz der Baumarktkette Praktiker im abgelaufenen Jahr erneut sinken lassen. Die Erlöse gingen um 5,9 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück, wie die MDax notierte Gesellschaft am Donnerstag auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Damit trat ein, womit das Unternehmen aus dem saarländischen Kirkel gerechnet hatte. Erst im Oktober hatte Praktiker die Prognose gesenkt und für 2010 einen mittleren einstelligen Umsatzrückgang angekündigt. 2009 waren die Erlöse noch stärker zurückgegangen. Im vorbörslichen Handel gaben Praktiker-Aktien etwas nach.
Insbesondere die deutschen Praktiker-Märkte liessen im vergangenen Jahr Federn, die Marke verzeichnete mit einem Umsatzrückgang von 8,5 Prozent das grösste Minus. Hintergrund ist die Neupositionierung der Marke Praktiker. Rabattaktionen wie "20 Prozent auf alles" wurden im vergangenen Jahr deutlich zurückgefahren. Dies habe Umsatz gekostet, jedoch vorwiegend solchen, der wenig Ertrag gebracht habe. Mit dem neuen Konzept will das Unternehmen nicht mehr nur beim Preis punkten, sondern auch bei Qualität, Service und optischer Wahrnehmung aufholen. "Unser Anspruch ist es, vom Preisführer zum Preis-Leistungsführer zu werden", sagte ein Sprecher. Ein Bestandteil der Strategie ist eine Eigenmarke, die Praktiker günstiger als das sonstige Sortiment, aber nicht als Billigmarke positioniert.
HAUSHALTSSANIERUNGEN MACHEN PRAKTIKER ZU SCHAFFEN
Die zu Praktiker gehörende Baumarktkette Max Bahr blieb mit ihrem Umsatz weitgehend auf Vorjahresniveau. Im Ausland machten dem Unternehmen vor allem die teils drastischen Sparmassnahmen der Regierungen wie etwa in Griechenland zu schaffen. Sie sorgten laut Praktiker für eine starke Kaufzurückhaltung bei den Kunden. Die Umsatzrückgänge in Rumänien und Griechenland seien so erheblich gewesen, dass Zuwächse in der Ukraine, in der Türkei und in Polen dies nicht auffangen konnten. Insgesamt gingen die Erlöse im Ausland um 4,8 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zurück. Der anhaltende konjunkturelle Aufwärtstrend in einigen osteuropäischen Märkten lasse aber eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Auslandsgeschäft erwarten, sagte Vorstandschef Wolfgang Werner laut Mitteilung.
Praktiker plant die Vorlage des vollständigen Jahresabschlusses für den 30. März. Im Februar will das Unternehmen zudem über den Stand der Dinge bei der neuen Strategie informieren./nmu/enl/tw

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