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Weniger Schweizer Strom nach Italien

Vorerst wird weniger Schweizer Strom nach Italien exportiert.

(Keystone Archive)

Der italienische Stromversorger GRTN will als Folge der Strompanne in Italien vom 28. September künftig weniger Strom aus der Schweiz importieren.

Die Massnahme tritt auf den 1. Januar 2004 in Kraft, soll aber nur vorübergehender Natur sein.

Die Reduktion von rund 1000 Megawatt Strom während der Nacht und an den Wochenenden aus der Schweiz helfe, das Risiko einer weiteren Strompanne zu verringern, sagte Luca d'Agnese, Delegierter des GRTN-Verwaltungsrats, gegenüber der italienischen Agentur Adnkronos.

Der Schritt gelte nur vorübergehend. "Aber solange keine Massnahmen durchgeführt werden, die eine minimale Garantie bieten, bleiben die Stromimporte aus der Schweiz begrenzt", sagte d'Agnese.

Auswirkungen auf Stromerzeuger

Beim Schweizer Netzbetreiber ETRANS wurden auf Anfrage bestätigt, dass in der Sache Gespräche laufen zwischen GRTN und Schweizer Unternehmen wie den Elektrizitätswerken Laufenburg (EGL) oder dem Stromkonzern Atel.

Dabei gehe es um den Stromfluss fürs nächste Jahr, sagte ETRANS-Verwaltungsratspräsident Thomas von Weissenfluh. Falls sich die Reduktion italienischer Stromimporte tatsächlich bestätige, würde dies Auswirkungen auf schweizerische und deutsche Energiefirmen haben.

Systemverbesserungen

Das Bundesamt für Energie hatte am 25. November Vorschläge veröffentlicht, wie solche Pannen künftig vermieden werden könnten. Unter anderem forderte es die Eigentümer der Schweizerischen Übertragungsleitungen dazu auf, eine schweizerische Netzgesellschaft zu bilden, um sich institutionell dem europäischen Markt anzugleichen.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Am 28. September 2003 kam es in Italien zu einem landesweiten Stromausfall. Während die italienischen und europäischen Strombehörden die Schweiz für diesen Zwischenfall verantwortlich machen, schiebt die Schweiz die Schuld auf die itlalienischen Netzbetreiber. Jede Seite hat inzwischen ihre Standpunkte bestätigende Berichte verfasst.

Die zuständigen Behörden und Netzbetreiber untersuchen, wie es zu diesem "Blackout" kommen konnte und wie ein solches Ereignis künftig verhindert werden kann.

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