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Weniger Strassenverkehrstote

Gotthardkatastrophe mit Signalwirkung: Die bfu sieht unter anderem im Tunnelbrand einen Grund für den Rückgang der Todesopfer. Keystone Archive

Die Zahl der Verkehrstoten ist 2001 auf ein Rekordtief gesunken: 543 Menschen, 8% weniger als im Jahr 2000, kamen bei Unfällen auf dem Schweizer Strassennetz ums Leben.

Dieser Inhalt wurde am 06. Februar 2002 - 14:53 publiziert

Nachdem die Zahl der Strassenverkehrsopfer in den vergangenen vier Jahren zu stagnieren schien, sei im Jahr 2001 ein deutlicher Rückgang festzustellen, teilte die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) am Mittwoch mit. Die Zahl der getöteten Fussgängerinnen und Fussgänger ging um 23% auf 100 zurück. 40 Menschen, 17% weniger als im Vorjahr, kamen bei Unfällen auf Fussgängerstreifen ums Leben.

Gründe unklar

Über die Ursachen für den Rückgang der tödlichen Unfälle wird noch spekuliert. Gemäss ersten Vermutungen der bfu könnten der Tunnelbrand am Gotthard oder die Terroranschläge vom vergangenen 11. September in den USA Auswirkungen auf das Fahrverhalten gehabt haben. Jeder sei irgendwie betroffen gewesen, sagte eine bfu-Sprecherin.

bfu für 0,5 Promillegrenze

Vielleicht hätten sich auch die Diskussionen um die Revision des Strassenverkehrs-Gesetzes SVG positiv auf die Opferzahl ausgewirkt. Die erfreuliche Reduktion sei jedoch nur ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die Richtung eines Strassensystems ohne Getötete und Schwerverletzte, schreibt die bfu.

Die Beratungsstelle will sich in der Diskussion um das neue SVG stark für eine Senkung der Alkoholgrenze von 0,8 auf 0,5 Promille einsetzen.

Weiter will das bfu den Kantonen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung der Tempo-30-Zonen beratend zur Seite stehen.

swissinfo und Agenturen

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