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Weniger Zuschauer

So gut gefüllte Ränge sind eher die Ausnahme in Schweizer Fussballstadien.

(Keystone)

Der FC Basel hat einen neuen Besucherrekord seit der Einführung der Zwölferliga aufgestellt. Gesamthaft pilgerten weniger Leute in die Fussball-Stadien.

Insgesamt 503'990 Zuschauerinnen und Zuschauer strömten in diesem Frühjahr zu den 56 Finalrunden-Spielen in die acht Stadien. Das entspricht einem Rückgang von 39'208 gegenüber dem Vorjahr. Der Durchschnitt pro Partie sank von 9700 auf 9000 Schaulustige pro Partie.

Basel einsame Spitze

Der Publikumsmagnet FC Basel stellt allein 41 Prozent aller Besucher in der Schweizer Spitzenklasse. Der Meister konnte seine Zuschauerzahl in der Finalrunde nochmals um 5407 auf 207'099 steigern.

Ohne die FCB-Fans im St.Jakob-Park wären in dieser Finalrunde nur rund 300'000 Zuschauer in die Stadien gekommen, und der Durchschnitt pro Match beliefe sich auf 6058.

Basel und Aufsteiger Young Boys, die im Exil des nicht mehr zeitgemässen Neufeld-Stadions mit 63'350 Zuschauern den drittgrössten Besuch genossen, sowie Lausanne aus dem Vorjahr um 42'150 übertrumpften, hielten den Rückgang einigermassen im Lot.

Die finanzgeplagten Sion (-27'900) und Lugano (-21'550), die 50 Prozent der letztjährigen Zuschauereinahmen einbüssten, aber auch Zürich (-12'800), St. Gallen (-10'500) und die Grasshoppers (- 10'200) mussten eine drastische Abnahme hinnehmen.

Auch Auf/Abstiegsrunde mit weniger Zuschauern

Die rückläufige Tendenz ist insofern zu erklären, als die Entscheidungen um den Titel- und die UEFA-Cup-Plätze frühzeitig fielen. Im Vorjahr blieb die Frage nach dem neuen Meister bis zur Schlussrunde offen. Damals waren mit GC, Lugano und St. Gallen drei Klubs bis zur letzten Runde in den Kampf um Meisterschaft und Qualifikation für die Champions League involviert. In diesem Frühjahr krönte sich der FCB bereits in der viertletzten Runde zum Meister.

Auch in der Auf-/Abstiegsrunde ging das Interesse massiv zurück. Während im Vorjahr noch 157'252 Besucher die sieben Schauplätze aufsuchten, waren es diesmal nur noch 114'266, was den Durchschnitt pro Partie um fast 800 auf 2040 Zuschauer drückte.

Wenn man bedenkt, dass künftig Wil und Thun zur Nationalliga A gehören und Luzern und Aarau ersetzen, ist in der neuen Saison kaum ein Anstieg des Publikumsinteresses zu erwarten. Um neue Rekordzahlen zu erreichen, muss auf die Inbetriebnahme der neuen, modernen Stadien in Genf, Bern und Zürich vertröstet werden. Bis dahin bleibt der St. Jakob-Park die einzige zeitgemässe Fussball-Kultstätte.

swissinfo und Agenturen

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