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(Neu: Prognose, weitere Details)
DÜSSELDORF (awp international) - Die verkleinerte WestLB geht mit schwarzen Zahlen auf Partnersuche. Die nordrhein-westfälische Landesbank erzielte im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinn von 67 Millionen Euro, wie die WestLB AG am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Das waren aber 70 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Vor allem die Schuldenkrise im EU-Raum drückte den Halbjahresgewinn der Bank, für die in den kommenden Wochen der Verkaufsprozess beginnt.
Kursverluste bei Staatsanleihen und ähnlichen Papieren schlugen in der Halbjahres-Bilanz der WestLB mit über 300 Millionen Euro negativ zu Buche. Die WestLB hat Ende April den überwiegenden Teil ihrer milliardenschweren Staatsanleihen zusammen mit weiteren Aktivitäten in eine Abwicklungsanstalt ("Bad Bank") ausgelagert. Deshalb schlagen künftige Marktwertschwankungen dieser Papiere nicht mehr zu Buche.
"Die WestLB hat ein respektables Ergebnis vorgelegt, das über unseren Erwartungen liegt", erklärte Bankchef Dietrich Voigtländer. Im Firmenkundengeschäft, das sich als stärkster Gewinntreiber der Bank in den vergangenen Monaten erwiesen habe, seien Menge und Marge gestiegen. Voigtländer bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2010, wonach für die WestLB eine "schwarze Null" erwartet werde.
Das zweite Quartal 2010 allein betrachtet wurde der Gewinn nach Angaben der Bank auf 28 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Kernkapitalquote der WestLB stieg Ende Juni auf gut 10 Prozent. Auf den anstehenden Eigentümerwechsel sei die WestLB gut vorbereitet. Vorrangiges Ziel des Vorstandes sei ein Landesbanken-Zusammenschluss.
"Die Bank ist angemessen kapitalisiert und hat ein robustes Risikoprofil", betonte Voigtländer. In die "Bad Bank" wurden Ende April Aktivitäten im Volumen von 77 Milliarden Euro ausgelagert. Darunter sind neben Anleihen auch Kredite. Die WestLB reduzierte vor diesem Hintergrund ihre Kredit-Risikovorsorge auf 137 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2009 waren es noch 368 Millionen Euro.
Die WestLB-Eigentümer wollen nach der Sommerpause einen neuen Anlauf für eine Landesbanken-Fusion starten. Das hatten Vertreter der NRW-Sparkassen, denen die Mehrheit der Düsseldorfer Bank gehört, in den vergangenen Tagen erklärt. Auch der Koalitionsvertrag von Rot- Grün in Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass Gespräche mit den anderen Landesbanken und deren Eigentümern aufgenommen werden sollen.
Die nordrhein-westfälische Landesbank war bereits 2007 nach Fehlspekulationen und Anlagen in risikoreiche Papiere in die Krise geraten. Zur Rettung übernahmen das Land NRW und die gut 100 Sparkassen in NRW als Bankeigentümer 2008 milliardenschwere Garantien. Im Gesamtjahr 2009 hatte die WestLB mit mehr als einer halben Milliarde Euro Verlust noch tiefrote Zahlen geschrieben.
Nach EU-Auflagen muss die WestLB um die Hälfte verkleinert und bis Ende 2011 mehrheitlich verkauft werden. In einem Bieterverfahren für die WestLB können grundsätzlich auch private Investoren zum Zuge kommen. Der Bund ist bei der WestLB in den vergangenen Monaten mit einer stillen Einlage von insgesamt 3 Milliarden Euro eingestiegen. Er hat damit die Aufspaltung des Bankkonzerns möglich gemacht./vd/DP/he

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