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Wieder kommerzielles Canyoning im Saxetbach

Durch die Saxetschlucht werden wieder eine bis zwei Canyoning-Touren wöchentlich angeboten. Keystone

Das Interlakner Unternehmen Alpin Raft GmbH bietet wieder kommerzielle Canyoningtouren durch den Saxetbach an. Die Schluchtenwanderungen waren eingestellt worden, nachdem bei einem Unglück im Juli 1999 21 Menschen ihr Leben verloren hatten.

Dieser Inhalt wurde am 13. Juni 2000 - 12:25 publiziert

Angehörige der Unfallopfer hatten gefordert, die Schlucht vorübergehend zu einer Gedenkstätte umzugestalten.

"Mit Respekt"

Alpin Raft war am Unfall nicht beteiligt, hatte aber aus Rücksicht auf die Angehörigen Canyoning nur noch im Emmental (Rotache) und an der Grimsel (Aare) angeboten. Am vergangen Freitag führte nun das Unternehmen zum ersten Mal wieder ein kleine Gruppe durch den Saxetbach, wie Mitarbeiter Patrick Reimann auf Anfrage der Nachrichtenangetur sda am Dienstag (13.06.) sagte.

Geplant sei vorderhand, "mit dem nötigen Respekt" ein bis zwei Touren wöchentlich durch die Schlucht zu veranstalten. Dabei soll auf die Reaktionen der Anwohner und das Gefühl der Guides geachtet werden. Bei diesen Führungen werde Wert auf das Naturerlebnis gelegt, der Fun stehe im Hintergrund.

Nachfrage ungebrochen

Laut Reimann ist die Nachfrage nach Canyoning ungebrochen hoch. Die Gäste stellten aber vermehrt Fragen nach der Ausbildung ihrer Führer und dem Sicherheitsdispositiv.

Das ehemalige Konkurrenzunternehmen "Adventure World", das die Unglückstour durchgeführt hatte, bietet keine Touren mehr an. Die Probleme des Unternehmens, das nach dem Unglück in Schwierigkeiten geraten war, verschärften sich kürzlich durch einen tödlichen Bungee-Jumping-Unfall. In der Folge wurde vor gut einer Woche der Konkurs gegen die hoch verschuldete Firma eröffent.

BOT ist einverstanden

Der Raum Interlaken ist seit mehreren Jahren eine Hochburg für Abenteuersportarten, die vor allem junge Rucksacktouristen aus Übersee anlocken. Berner Oberland Tourismus (BOT) bewirbt dieses Angebot, um das verstaubte Image des Sommertourismus zu korrigieren, wie Marketingleiterin Regi Witter sagte.

BOT stehe klar hinter der Wiederaufnahme von Alpin Raft. Es spreche nichts dagegen, insbesondere nachdem nun verschiedene zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie Frühwarnsysteme und Schulungen eingeführt worden seien.

swissinfo und Agenturen

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