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Will Nestlé Tierfutter-Hersteller übernehmen?

Nestlé Grafik

(swissinfo.ch)

Der Nahrungsmittelmulti Nestlé steht angeblich vor einer Grossübernahme in den USA im Heimtiernahrungs-Geschäft. Nach unbestätigten Informationen laufen Verhandlungen zum Kauf des US-Unternehmens Ralston Purina. Verkaufspreis: 10 Milliarden Dollar.

Die beiden Firmen sind laut einem Bericht des `"Wall Street Journal" vom Montag (15.01.) seit einigen Wochen im Gespräch. Noch sei aber ein Scheitern der Übernahme-Verhandlungen möglich. Am Hauptsitz von Nestlé in Vevey wurde der Bericht nicht kommentiert. Auch zur Frage, ob Gespräche zwischen den beiden Firmen stattfänden, wollte sich Nestlé nicht äussern.

Der im Zeitungsbericht genannte Übernahmepreis von gegen zehn Milliarden Dollar in bar basiert auf einem angeblichen Angebot von Nestlé, 33 Dollar pro Ralston-Aktie zu zahlen. Der Titel schloss am vergangenen Freitag auf einem Kurs von 24,63 Dollar.

Futter für Hunde und Katzen

Analysten hielten einen raschen Abschluss des Deals für möglich. Die Übernahme würde Nestlé auf einen Schlag zur Nummer 1 im US-amerikanischen Heimtiernahrungs-Geschäft machen. Wettbewerbsrechtliche Bedenken könnten gemäss Analysten dadurch entschärft werden, dass Ralston vor allem in der Produktion von Trockenfutter für Haustiere tätig ist, während Nestlé beim Büchsenfutter für Katzen dominierend ist.

Nestlé durch Übernahmen ins Tierfutter

Der Schweizer Multi ist seit der Übernahme der US-Firma Carnation im Jahre 1985 im Tiernahrungs-Geschäft tätig. Die letzte Übernahme erfolgte im Juni 2000, als Nestlé in Argentinien das Heimtiernahrungs-Geschäft der Firma Cargill gekauft hatte. Nestlé werden seit langem Übernahmepläne in den USA nachgesagt.

Keine Konkurrenzangebote erwartet

Ein Gegenangebot für Ralston sei wenig wahrscheinlich, schätzen Analysten. Der weltweit grösste Tierfutter-Produzent Mars kann wohl aus kartellrechtlichen Gründen kein Angebot unterbreiten, Procter and Gamble scheidet wohl deshalb aus, weil die Firma die erst Ende 1999 übernommene Pet-Food-Firma Iams verdauen muss, und auch von Heinz wird keine ernsthafte Gegenofferte erwartet.

swissinfo und Agenturen


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