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Wincor Nixdorf mit wie erwartet mauem Auftakt - Prognose bleibt (AF)

Dieser Inhalt wurde am 28. April 2010 - 12:30 publiziert

PADERBORN (awp international) - Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf hat im ersten Halbjahr wie erwartet die zurückhaltende Nachfrage von Banken und Handel weiter zu spüren bekommen. Dennoch bekräftigte das Unternehmen seine Jahresprognose. "Wir sind auf ein Andauern der zurückhaltenden Nachfrage in unseren Märkten eingestellt. Gleichzeitig werden wir aber unsere Chancen nutzen, sobald sich eine positivere Entwicklung einstellt", sagte Vorstandschef Eckard Heidloff am Mittwoch in Paderborn. Wann dies jedoch der Fall sein werde, sei nicht absehbar. Die Marktsituation habe sich nicht grundlegend geändert.
An der Börse verloren die im MDax notierten Papiere nach einem positiven Start bis zum Mittag mehr als 1,5% - damit schlugen sie sich aber besser als der Markt. Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz stufte die Zahlen des zweiten Quartals als knapp im Rahmen der Prognosen ein.
Für Wincor lassen sich weiterhin keine durchgängigen Trends ausmachen. Einerseits würden Ersatzinvestitionen gestreckt, andererseits werde in Prozessoptimierungen und Rationalisierung investiert, hiess es vom Vorstand. Einzelne Regionen entwickelten sich höchst unterschiedlich. Während im deutschen Heimatmarkt und der Region Amerika die Erlöse weiter anzogen, fielen sie in Europa und der Region Asien/Pazifik/Afrika weiter zurück. Eine "Sonderkonjunktur" erlebt das Unternehmen derzeit in den USA. Hier sprangen die Umsätze in den ersten sechs Monaten um 60 Prozent nach oben. Wettbewerber hätten sich dort zunächst auf einfache Automaten für die Banken mit Standardfunktionen konzentriert, erklärte sich Heidloff im Interview mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX den starken Anstieg. "Unsere Geräte bieten zum Beispiel die Verarbeitung von Schecks an. Damit setzen wir uns von den Konkurrenten vor Ort ab."
Für das Gesamtjahr gehen die Ostwestfalen weiterhin von einem Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis aus - allerdings dürfte dieser nicht höher als im Vorjahr ausfallen, als der Umsatz um 3 und der operative Gewinn um 13% schrumpfte.
Im ersten Halbjahr blieb das Brot-und-Butter Geschäft mit Hardware unter Druck, die Erlöse mit Software wuchsen hingegen. Während im Geschäft mit Banken die Erlöse um neun Prozent fielen, wuchs der Umsatz mit Handelsunternehmen um ein Prozent minimal. Wincor will langfristig mit Software und Service ebenso viel umsetzen, wie mit dem bislang dominierenden Verkauf von Automaten. Der Abstand schmolz in den ersten sechs Monaten weiter zusammen: Hardware kam auf einen Umsatzanteil von 52% nach 58% im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse aus dem Software und Service-Geschäft bauten ihren Anteil entsprechend auf 48% (42%) aus.
In der Zeit zwischen Oktober und März sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 1,161 Mrd EUR. Der operative Gewinn (EBITA) lag bei 88 Mio EUR und damit 15% unter dem Vorjahreswert. Unterm Strich erzielten die Ostwestfalen ein Periodenergebnis von 60 Mio EUR, ein Minus von 6% zum Vorjahr. Mit den Zahlen traf Wincor Nixdorf die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten./stb/dct/tw

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