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PADERBORN (awp international) - Der Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller Wincor Nixdorf leidet auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2009/2010 unter der Investitionszurückhaltung der Banken und Handelsunternehmen. Die Ostwestfalen schlugen sich in der Zeit von Oktober bis Dezember aber besser als von Analysten erwartet. Eine Entwarnung will der Vorstandschef jedoch nicht geben: "Wir müssen im erwartet schwierigen ersten Halbjahr weiter kämpfen und wissen nicht, wann die Krise zu Ende ist", sagte Eckard Heidloff der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag vor Beginn der Hauptversammlung in Paderborn. Für das laufende Geschäftsjahr bekräftige er seine Prognose aus dem Dezember, nach der Umsatz und Ergebnis nicht stärker als im Vorjahr zurückgehen werden.
An der Börse legte die Aktie im MDax am Morgen mit einem Plus von mehr als drei Prozent kräftig zu. Wincor Nixdorf habe besser abgeschnitten als von Analysten erwartet, hiess es von einem Händler. Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz bekäftige ihre "Add"-Einschätzung und verwies auf den Gewinn, der weniger stark als gedacht zurückgegangen sei.
KEINE DURCHGÄNGIGEN TRENDS
"Kurzfristig erwarten wir weltweit ein unverändert schwieriges Marktumfeld", sagte Heidloff. Derzeit liessen sich für den Konzern keine durchgängigen Trends ausmachen. Einerseits würden Ersatzinvestitionen zurückgestellt, andererseits werde in Prozessoptimierungen und Rationalisierung investiert. Dabei spiele weniger das Land, als die einzelne Finanzkraft und Strategie der jeweiligen Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Einzelne Regionen entwickelten sich höchst unterschiedlich. Während im deutschen Heimatmarkt (plus 15 Prozent) und der Region Amerika (plus 36 Prozent) die Umsätze anzogen, fielen sie in Europa (minus 24 Prozent) und Asien/Pazifik/Afrika (minus 2 Prozent) weiter zurück.
Im zurückliegenden Quartal blieb das Brot-und-Butter Geschäft mit Hardware unter Druck, die Erlöse mit Software wuchsen hingegen. Sowohl im Geschäft mit Banken als auch mit Handelsunternehmen fielen die Umsätze, wenn auch der Rückgang im Banking mit acht Prozent auf 419 Millionen Euro stärker ausfiel als das Minus im Handel. Hier gingen die Erlöse um ein Prozent auf 188 Millionen Euro zurück. Wincor will langfristig mit Software und Service ebenso viel umsetzen, wie mit dem bislang dominierenden Verkauf von Automaten. Im vergangenen Quartal schmolz der Abstand weiter. Hardware kam auf einen Umsatzanteil von 54 Prozent nach 58 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse aus dem Software und Service-Geschäft bauten ihren Anteil auf 46 Prozent (42 Prozent) aus.
UMSATZ UND GEWINN SINKEN
In der Zeit zwischen Oktober und Dezember sank der Umsatz im Vergleich zum starken Vorjahresquartal um sechs Prozent Prozent auf 607 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich mit 555 Millionen Euro gerechnet. Der operative Gewinn lag bei 49 Millionen Euro und damit 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich erzielten die Ostwestfalen ein Periodenergebnis von 33 Millionen Euro, ein Minus von sechs Prozent zum Vorjahr./stb/ne/tw

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