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Wintereinbruch bringt Schweiz ins Schleudern

Intensive Schneefälle haben den Verkehr insbesondere in Zürich stark behindert.

(Keystone)

Zwei Tage nach dem offiziellen Frühlingsbeginn haben starke Schneefälle vor allem am Alpennordrand und im Mittelland zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt.

Im Aargau und in den Regionen Zürich und Winterthur fielen bis zu 20 Zentimeter Schnee. Auf dem Flughafen Zürich kam es zu grossen Verspätungen. Flüge mussten annulliert werden.

Unter der Last des nassen Schnees brachen auch Äste ab und versperrten die Fahrbahnen. Die Verkehrsinformation Viasuisse meldete kritische Verhältnisse auf mehreren Abschnitten des Autobahnnetzes.

Auf dem Zürcher Nordring kam es zwischen dem Limmattaler Kreuz und Zürich-Seebach zu Unfällen. In höheren Lagen mussten mehrere Strassen gesperrt werden.

"Generell ist der ganze Alpennordrand von den starken Schneefällen betroffen, mit Schwerpunkten im Aargau, in der Stadt Zürich und in Winterthur, wo stellenweise 15 bis 20 Zentimeter Schnee gefallen sind", sagt Matthias Sänger von MeteoSchweiz gegenüber swissinfo.

Nur noch bis Samstag

Vergleichbar grosse Schneemengen Ende März kämen durchschnittlich etwa alle fünf Jahre vor, sagt der Meteorologe und verweist auf das vergangene Jahr, als es ebenfalls im März und sogar im April noch geschneit habe. "Dieses Jahr empfinden wir es wohl stärker, weil der Winter bisher nicht sehr viel hergegeben hat."

Bereits für Freitag Nachmittag erwartet Matthias Sänger nachlassende Schneefälle: "Das Wetter bleibt wechselhaft, es wird auch regnen. Ab Sonntag erwarten wir vorwiegend sonniges Wetter mit steigenden Temperaturen. Dann wird der Schnee schnell wegschmelzen."

Neben der Region Zürich/Aargau hat es auch im Kanton Jura stark geschneit. Im Westen und Nordwesten fielen die Niederschläge zum Teil als Regen oder Schneeregen. Auch dort waren die Strassen aber glitschig.

Verspätungen und Annulationen

Am Flughafen Zürich-Kloten gab es wegen des Schnees grosse Behinderungen. Laut Flughafensprecherin Sonja Zöchling muss am Freitag mit grossen Verspätungen bis zu zwei oder drei Stunden sowie mit Annullationen gerechnet werden.

Schon am Morgen stand fest, dass im Flugverkehr mit Deutschland im Verlaufe des Vormittags fünf Landungen und Starts ausfallen.

Die Räumungsequipen des Flughafens waren daran, Rollwege und Abstellflächen von den Schneemassen zu befreien. Ausserdem mussten die Flugzeuge enteist werden, was laut Zöchling zusätzliche Zeit beansprucht.

Den Passagieren wurde empfohlen, sich bei den jeweiligen Airline-Gesellschaften zu erkundigen, ob der von ihnen gebuchte Flug nicht annulliert worden ist und wie gross die Verspätungen sein werden.

swissinfo und Agenturen

Websiten liefern Wetterwarnungen

Eine am Freitag von den europäischen Wetterdiensten lancierte Website zeigt aktuelle Wettergefahren in den verschiedenen europäischen Ländern. Die Vorhersagen beziehen sich auf einen Zeitraum von 48 Stunden.

Die vier Warnstufen sind Rot (für sehr gefährlich), Orange (für gefährlich), Gelb (für potentiell gefährlich) und Grün (für keine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig).

Der Schneefall fand seinen Niederschlag in den Diensten: Die Schweizer Karte zeigte am Freitagmittag die Farbe Gelb für die Nord- und die Westschweiz. Grün waren die Alpenregion sowie die Alpensüdseite und das Engadin. Die Detailinformationen werden von MeteoSchweiz geliefert.

Eine Gefahrenkarte bietet auch MeteoSchweiz. Diese ist detaillierter und nutzerfreundlicher als der europäische Service.

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