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Winterthur baut in der Schweiz 350 Stellen ab

Neues Logo und Stellenabbau bei der Winterthur.

(Keystone)

Die Integration der Winterthur-Versicherung in die französische AXA hat Konsequenzen in der Schweiz: 350 der 5800 Stellen werden abgebaut.

Die Winterthur gab zudem die Ernennung von Philippe Egger, zurzeit Leiter der Market Group Winterthur Schweiz, zum künftigen CEO in der Schweiz und Mitglied der AXA-Konzernleitung bekannt.

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hatte die Winterthur-Versicherungen mit ihren weltweit 19'000 Mitarbeitenden im Juni für 12,3 Mrd. Franken an die französische AXA verkauft und im ersten Halbjahr 2006 ein Prämienvolumen von 18,8 Mrd. Franken erzielt.

Der Verkauf der Winterthur war das Resultat eines strategischen Entscheides der Credit Suisse aus dem Jahr 2004. Die Bank hatte damals beschlossen, sich auf eine Wachstumsstrategie als weltweit operierende Bank zu konzentrieren.

Die Integration der Winterthur-Versicherungen in den AXA-Konzern wird voraussichtlich rund 350 der insgesamt 5800 Stellen in der Schweiz kosten.Das
sind 6% der Stellen.

Beginnen kann der Abbau erst, wenn der Verkauf vollzogen ist, wie Winterthur-Sprecher Christian Pfister auf Anfrage sagte. Dies werde voraussichtlich Ende 2006 der Fall sein.

Rechtzeitig informieren

Allein am Hauptsitz in Winterthur dürften bis Ende dieses Jahres etwa 250 der 1300 Stellen verloren gehen, wie die Winterthur am Donnerstag mitteilte.

Mit dem Abbau von weiteren 100 Stellen im Schweizer Geschäft sei im nächsten Jahr zu rechnen. Vor den definitiven Beschlüssen würden die Betroffenen, die Sozialpartner und die kantonalen Arbeitsämter rechtzeitig informiert.

Auch Massnahmen für die berufliche Neuorientierung seien vorgesehen. Im vergangenen Juni bei der Bekanntgabe des Winterthur-Deals hatte es noch geheissen, in der Schweiz sei nicht mit einem grossen Abbau zu rechnen.

Egger löst Fischer ab

Die Winterthur gab weiter bekannt, dass Philippe Egger nach dem Vollzug des Verkaufs der Winterthur an die AXA zum neuen Chef des Schweizer Geschäfts ernannt wird.

Egger löst Leonhard Fischer ab und wird auch in die AXA-Konzernleitung aufgenommen.

Laut Fischer mache die Integrationsplanung von AXA und Winterthur grosse Fortschritte. "Entscheidend dazu beigetragen haben unsere Mitarbeitenden, welche die Phase der Ungewissheit mit Ruhe und Professionalität bewältigt haben", sagt Fischer auf der Homepage des Unternehmens.

Die US-amerikanischen, europäischen und schweizerischen Kartellbehörden haben vor kurzem die erforderliche wettbewerbsrechtliche Bewilligung für die Übernahme erteilt

swissinfo und Agenturen

Fakten

Winterthur beschäftig weltweit rund 19'000 Mitarbeiter. Rund 5800 in der Schweiz.

Im ersten Semester 2006 erzielte Winterthur ein Prämienvolumen von 18,8 Mrd. Franken.

Credit Suisse hat die Winterthur im vergangenen Juni für 13,4 Mrd. Franken an AXA verkauft.

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Chronologie

1875: Gründung der " Schweizerischen Unfallversicherungs-Aktiengesellschaft" in Winterthur.

1923: Gründung der Winterthur Lebensversicherungsgesellschaft.

1962: Übernahme der Versicherungsgesellschaft "La Féderale".

1988: Übernahme der Versicherungsgesellschaft " La Neuchâteloise".

1996: Beginn der Zusammenarbeit mit der Credit Suisse Group.

2000: Winterthur wird in Credit Suisse Financial Service integriert.

2006: Winterthur wird an die französische AXA verkauft.

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